14. Dezember 2016 | Aktionstag

400 Bombardier-Beschäftigte fordern Klarheit für ihre Jobs

Klare Haltung: 400 Teilnehmer beim Aktionstag für Jobsicherheit bei Bombardier. (Fotos: Martin Sehmisch)

Rund 400 Beschäftigte des Lokbauers Bombardier Transportation haben am Mittwochvormittag in Kassel an einer Aktion für die Sicherheit ihrer Arbeitsplätze teilgenommen. Sie versammelten sich auf Einladung der IG Metall vor dem Tor ihres Werks im Industriegebiet Mittelfeld. Dort forderte der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Nordhessen, Oliver Dietzel, klare Konzepte für die Zukunft des Unternehmens. "Das Management muss endlich eine positive Vision für Bombardier vorlegen, statt öffentlich über den Abbau von Arbeitsplätze zu spekulieren", sagte der Gewerkschafter. Der Vorsitzende des Betriebsrats von Bombardier Transportation Kassel, Markus Hohmann, forderte die Unternehmensleitung auf, "zur Besinnung zu kommen und gemeinsam mit den Beschäftigten die Zukunft zu gestalten". Durch die Hinhaltetaktik des Unternehmens würden die Beschäftigten derzeit "in ein Angstkorsett gezwängt".

Beschäftigte machten klar: Mit uns ist zu rechnen!

Der kanadische Konzern hatte im Oktober angekündigt, an den weltweiten Standorten seiner Zugsparte insgesamt rund 5.000 Arbeitsplätze streichen zu wollen. "Bis heute wissen Gesamtbetriebsrat und IG Metall nicht, was das für die deutschen Standorte konkret bedeuten soll", sagte der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Nordhessen, Oliver Dietzel. Die geschlossene Teilnahme der Frühschicht an der Aktion habe deutlich gemacht, dass die Beschäftigten bereit seien, sich für die Zukunft ihrer Arbeitsplätze einzusetzen. "Das ist ein klares Signal an das Management: Mit uns ist zu rechnen!", sagte er. An der Aktion nahmen auch Betriebsratsmitglieder und Vertrauensleute von RMMV, Daimler und Volkswagen teil.

Bildungsprogramm 2017

Seminarangebote für betriebliche Interessenvertreter

Wir freuen uns, das neue zentrale Bildungsprogramm der IG Metall für das Jahr 2017 zu präsentieren. Auch in diesem Jahr warten auf betriebliche Interessenvertreter (BR, JAV, SBV) eine Vielzahl informativer, hilfreicher und interessanter Seminare. Neben den bewährten Seminarangeboten im Bereich der Grundlagenbildung finden sich vor allem auch im Bereich der aufgabenbezogenen Weiterbildung eine Menge neuer Seminarthemen.

19. Juni 2016 | Bildung mit der IG Metall

Vertrauensleute: Grundlagen der Leistungspolitik

Bild zum Thema Kontakt

Der Vertrauenskörper der Kasseler Firma Senior Flexonics hat sich am Wochenende zu den Themen Leistung, Arbeitsplatzbeschreibung und Eingruppierung weitergebildet. Die Vertrauensmänner und -frauen waren dafür zu einem Workshop unter der Leitung von Martin Lott ins Bildungszentrum Beverungen gekommen. "Wir haben die betriebliche Situation dokumentiert, die künftige beteiligungsorientierte Leistungspolitik für den Betrieb skizziert und mögliche, vielleicht konfliktreiche betriebliche Herausforderungen herausgearbeitet und besprochen", sagte Lutz Geydan von der IG Metall Nordhessen.

Die Bildungsmaßnahme war von der IG Metall Nordhessen auf die Situation bei Senior Flexonics zugeschnitten worden. "Wir orientieren uns in unserer Bildungsarbeit an den Bedürfnissen der Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben", sagte Lutz Geydan. Für entsprechende Vorschläge sei man immer offen.

13. Mai 2016 | Tarifrunde M+E

Tarifabschluss: Mehr Geld erkämpft – und verdient!

Die Entgelte und Ausbildungsvergütungen für die Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland werden in zwei Stufen erhöht. Ab dem 1. Juli 2016 werden sie zunächst um 2,8 Prozent steigen. Für die Monate April bis Juni 2016 wird eine Einmalzahlung von 150 Euro geleistet. Um weitere 2,0 Prozent werden die Entgelte und Ausbildungsvergütungen ab dem 1. April 2017 erhöht. Insgesamt bedeutet dies eine tabellenwirksame Entgeltsteigerung von 4,8 Prozent bis zum Ende der Laufzeit.

Laufzeit: 21 Monate bis Ende 2017

Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 21 Monaten bis zum 31. Dezember 2017. Für die Einmalzahlung von 150 Euro und die zweite Stufe der Entgelterhöhung im Jahr 2017 wurde eine Differenzierungsklausel vereinbart, die es den Tarifvertragsparteien erlaubt, bei wirtschaftlichen Schwierigkeiten einzelner Unternehmen eine Verschiebung der Entgelterhöhung vorzunehmen. Dies sieht die Vereinbarung vor, die die IG Metall Mitte und die Arbeitgeberverbände Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland am Freitagmittag in Koblenz getroffen haben. Zuvor hatten erneut zehntausende Beschäftigte an Warnstreiks teilgenommen und damit die Verhandlungsposition der IG Metall gestärkt.

Oliver Dietzel: Tolle Unterstützung aus den Betrieben

Die IG Metall dankt rund 15.000 Beschäftigten, die seit dem Ende der Friedenspflicht an Warnstreiks in Nordhessen teilgenommen haben. "Wir haben gemeinsam gezeigt, dass unsere Aktionen gut begründet und wirksam sind – und wir haben in den Betrieben eine überwältigende Unterstützung erfahren", sagte der Erste Bevollmächtigte, Oliver Dietzel.

20. Mai 2016 | Tarifrunde VW

Tarifabschluss bei VW: 2,8 + 2 Prozent mehr Geld und weiterhin Altersteilzeit

Protestveranstaltung in Baunatal am 11. Mai 2016 (Foto: Martin Sehmisch)

Es gibt ein Tarifergebnis für die Beschäftigten der Volkswagen AG. Demnach steigen die Entgelte ab dem 1. September 2016 um 2,8 Prozent und ab dem 1. August 2017 um weitere 2 Prozent. Für Juni bis August 2016 zahlt das Unternehmen einen zusätzlichen Rentenbaustein in Höhe von 200 Euro (Auszubildende und Studierende im Praxisverbund: 100 Euro) auf die Rentenkonten der Beschäftigten ein. Die Laufzeit des Tarifvertrags beträgt 20 Monate bis Ende Januar 2018.

Die IG Metall konnte zudem die Verlängerung des Tarifvertrags Altersteilzeit bis Ende 2022 für Beschäftigte mit dem Geburtsjahr 1967 und älter erreichen. Weitere Punkte der Einigung: Die Erfolgsbeteiligung wird künftig im zweijährigen Rhytmus ausgezahlt. Und es soll an jedem Standort ein jährliches Ausbildungsymposium geben. Die starken Aktionen der VW-Beschäftigten haben sich damit klar gelohnt.

28. Dezember 2015 | Tipp

Extranet: Das Portal für aktive Metallerinnen und Metaller

Was ist das Extranet?

Das Extranet ist das Online-Portal für die Aktiven der IG Metall. Es ist für alle da, die sich engagieren: sei es als Betriebsrat, Vertrauensmann oder -frau, als Jugend- und Auszubildendenvertreter oder in anderen Gremien. Das Extranet bietet Dir ein breites Angebot anInformationen und konkrete Hilfestellungen für Dein gewerkschaftliches Engagement. Du findest hier aktuelle Themen ebenso, wie die Grundlagen für Deine Arbeit.

Wie kann ich mich anmelden?

Zugang zum Extranet haben Betriebsräte, Vertrauensleute und JAVis der IG Metall, aberauch andere gewerkschaftliche Funktionäre. Wer noch nicht im Extranet angemeldet ist, braucht nur seine Mitgliedsnummer. Die steht auf dem IG Metall- Ausweis oder auf dem Adressfeld der metallzeitung.

24. September 2015 | Aktionstag

Daimler-Vertrauensleute fordern Regulierung von Werkverträgen

Rund 40 Vertrauensleute von Daimler in Kassel haben heute am Aktionstag gegen den Missbrauch von Werkverträgen teilgenommen. Bei einer Rede vor dem Werktor erklärte der Betriebsratsvorsitzende Dieter Seidel, die Stammbelegschaft gerate zunehmend unter Druck, weil immer mehr Aufgaben an externe Firmen vergeben würden und die Arbeitsbedingungen dort deutlich schlechter seien. Mittlerweile seien sogar Planer und Ingenieure über Werkverträge eingebunden. "Wir brauchen hier eine klare Regelung, die Missbrauch verhindert", forderte Seidel. Dafür sei es notwendig, den Betriebsrat in die Vergabe von Werkverträgen einzubinden und seine Zuständigkeit auf die Beschäftigten der externen Firmen auszudehnen.

Hintergrund der zunehmenden Vergabe von Aufgaben auf der Basis von Werkverträgen ist nach Seidels Einschätzung die von der IG Metall erfolgreich betriebene Eindämmung der Leiharbeit. "Die Arbeitgeber suchen sich jetzt einfach ein neues Ventil - und wir werden es wieder schließen!"

23. Juli 2015 | Recht

Tarifvertrag gilt auch für Ferienjobber

Hunderte Studierende sind in ihren Semesterferien wieder in den Betrieben der nordhessischen Metall- und Elektroindustrie als Ferienjobber beschäftigt. Das ist für viele eine gute Gelegenheit, betriebliche Erfahrungen zu sammeln und auch, um Geld für das Studium zu verdienen. Rund 2/3 der Studierenden arbeiten neben ihrem Studium. Die Tarifverträge der IG Metall gelten auch für Ferienbeschäftigte, wenn sie in tarifgebundenen Betrieben arbeiten und Mitglied der IG Metall sind.

Für Ferienjobber gelten, wenn die Beschäftigung einen (Kalender-)Monat dauert und sie IG Metall-Mitglied sind, die tarifvertraglich vereinbarten drei Urlaubstage. Wer zwei Monate jobbt, hat bis zu fünf Urlaubstage (abhängig vom Tarifgebiet). Ebenso sind die wöchentliche Arbeitszeit, Urlaubsgeld und Schichtzuschläge per Tarifvertrag geregelt. Dies gilt auch für Ferienbeschäftigte, wenn sie Mitglied der IG Metall sind und der Betrieb tarifgebunden ist.

Neben der Beratung über Einstiegsgehälter oder über den Arbeitsvertrag bietet die IG Metall Studierenden und Schülern unter anderem Informationen zum Berufseinstieg an, informiert über Einstiegsgehälter für Akademikerinnen und Akademiker, berät zu Praktikumsplätzen und gibt Rechtsauskunft.

11. Juni 2015 | Bildung

Schulungen: Aktiv für Azubis und Dual Studierende

[Fotograf: Martin Sehmisch]

Wie sind die Gestaltungsmöglichkeiten für betriebliche Interessenvertreter bei den Themen Ausbildung und Duales Studium? Diese Frage stand im Mittelpunkt von zwei Tagesschulungen der IG Metall Nordhessen am 9. und 10. Juni 2015 im DGB-Haus in Kassel. "Wir haben Betriebsratsmitgliedern und Angehörigen von Jugend- und Auszubildendenvertretungen aufgezeigt, was sie tun können, um die Interessen von Azubis und Dual Studierenden stark zu machen", sagte IG Metall-Jugendsekretär Matthias Ammer. So können die Gremien etwa die Mitbestimmung bei der Auswahl von Ausbildungsberufen, Einstellungstests und -kriterien nutzen.

Foto: Axel Bülow (Betriebsrat Bombardier Kassel), Leah Aziz Mohammadi (JAV-Vorsitzende MAT Immenhausen), Oliver Lenz (stellvertretender Betriebsratsvorsitzender KMW Kassel) und Matthias Ammer (IG Metall Nordhessen) zeigen das Thema der Tagesschulungen: Azubis und Dual Studierende. 

22. Mai 2015 | Kein Platz für Rassismus

Präwema: Geschäftsleitung und Betriebsrat gemeinsam für "Respekt!"

V.l.n.r.: Axel Löhr, Stefan Kolb, Peter Hunstock, Ingo Schuchard, Elke Volkmann, Heiko Braun, Maik Krengel und Gerhard Pippert.

Ein Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierung haben Geschäftsleitung und Betriebsrat der Firma Präwema Antriebstechnik in Eschwege gesetzt. Gemeinsam brachten sie auf Initiative der IG Metall im Eingangsbereich des Werkes ein Schild mit der Aufschrift "Respekt! Kein Platz für Rassismus" an. "Wir wollen damit deutlich machen, dass Rassismus bei uns im Betrieb nichts verloren hat", sagte Axel Loehr vom Vorstand der Diskus Werke AG, zu der das Präwema-Werk gehört. „Die Aktion zeigt: Wir sind für einen respektvollen Umgang unter den Kolleginnen und Kollegen – das ist Ehrensache!“, sagte der Vorsitzende des Betriebsrats, Stefan Kolb (IG Metall). Zwar sei das Anbringen des Schildes zunächst eine symbolische Aktion. "Wir werden Respekt im Betrieb aber auch zum Thema machen", sagte Kolb. Die Zweite Bevollmächtigte der IG Metall Nordhessen, Elke Volkmann, begrüßte die Anbringung des Schildes. "Wir finden es gut, dass unsere Initiative von Betriebsrat und Geschäftsleitung so positiv aufgenommen wurde", sagte sie. "Wir hoffen, dass es viele Nachahmer geben wird!"

"Respekt! Kein Platz für Rassismus" ist eine Initiative mit Sitz in Frankfurt am Main. Ziel ist es, jedwede Benachteiligung – etwa aufgrund ethnischer Herkunft, Geschlecht, Religion oder Weltanschauung, wegen einer Behinderung, Alter oder sexueller Orientierung – zu verhindern. Gegründet wurde die gemeinnützige GmbH "Respekt" im Jahr 2010. Die Aktion wird unterstützt von Partnern & Förderern sowie von zahlreichen prominenten und ehrenamtlich engagierten Personen aus Sport und Kultur. Die IG Metall arbeitet eng mit der Initiative zusammen.

Das Foto verwenden wir mit freundlicher Genehmigung von lokalo24.de.

12. Mai 2015 | Betriebsrätetagung

Industrie 4.0: Herausforderungen für die betriebliche Mitbestimmung

Cyber-physikalische Systeme, Internet der Dinge, Augmented Reality. All diese Schlagworte umschreiben, was derzeit unter der Überschrift "Industrie 4.0" diskutiert wird. Was aber bedeutet Industrie 4.0 konkret? Was heißt es, wenn Werkstücke, Maschinen und Menschen miteinander vernetzt sind? Was bedeutet die (weitere) Digitalisierung von Arbeit für die Menschen, die Belegschaften, welche Aufgaben entstehen für Betriebsräte?

Das alles war Thema bei der Betriebsrätetagung der IG Metall Nordhessen. Als Expertin stand Dr. Constanze Kurz vom Ressort Zukunft der Arbeit beim Vorstand der IG Metall zur Verfügung. Die Tagung stieß auf großes Interesse. Rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus nordhessischen Betriebsräten kamen.

6. Mai 2015 | Tarifergebnis nach 1. Verhandlung

Über 3 Prozent mehr Geld für Elektrohandwerker

Die Beschäftigten in den rund 400 Betrieben des nordhessischen Elektrohandwerkes bekommen rückwirkend ab dem 1. Mai 2015 mehr Geld. Die Entgelte steigen um 3,2 Prozent und ab dem 1. Juni 2016 um weitere 3 Prozent. Die Ausbildungsvergütungen werden ebenfalls zu diesen Terminen um bis zu 30 Euro erhöht. Darauf haben sich die IG Metall und der Fachverband Elektro- und Informationstechnik in Hessen und Rheinland-Pfalz verständigt. mehr

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