26. Januar 2016 | Jugend & Angestellte

IG Metall am Puls der Zeit: Digitalisierung der Arbeit

Matthias Ammer (IG Metall Jugend), Christian Wetekam (Angestelltenausschuss), Elke Volkmann (2. Bevollmächtigte), Dr. Six Silberman und Lutz Geydan (IG Metall)

Wie wird das digitale Crowdworking die betriebliche Realität verändern? Diese Frage stand Ende Januar im Mittelpunkt unserer Veranstaltung "Vernetzte Konkurrenz". Experte Dr. Six Silberman gab informative Einblicke in die Welt der digitalen Arbeiter, die zumeist vereinzelt arbeiten und keinerlei Schutz durch Tarifverträge genießen.

Die spannende Diskussion mit Silberman machte klar, dass die IG Metall Nordhessen mit dieser Veranstaltung ein wichtiges Thema aufgegriffen hat. Solidarität und gewerkschaftliche Durchsetzungsfähigkeit sind nur möglich, wenn wir Veränderungen der Arbeitswelt kritisch analysieren und zeitgemäß beantworten.

24. November 2015 | Debatte

50 Gewerkschafter hörten Thesen zur Arbeitszeitverkürzung

Arbeitszeitverkürzung ist machbar – diese These hat am Dienstagabend der Autor Lothar Galow-Bergemann vertreten. Er hielt auf Einladung der IG Metall Jugend und der nordhessischen Falken vor rund 50 Zuhörern ein "Plädoyer für massive Arbeitszeitverkürzung". Dabei legte er offen, welche marktwirtschaftlichen Mechanismen dazu führen, dass einerseits Arbeitnehmer häufig zu lange arbeiten müssen und andererseits Arbeitslose gar nicht arbeiten können. Die zunehmende Automatisierung von Arbeit wäre, so Galow-Bergemann, ein Anlass, die Arbeitszeit zu senken, damit mehr Raum für Freizeit und Selbstverwirklichung entsteht.

IG Metall will an Lebensphasen orientierte Arbeitszeit

In der anschließenden Diskussion ging es auch um die aktuellen Ansätze der IG Metall. Hier spielt vor allem das Konzept der lebensphasenorientierten Arbeitszeit eine wichtige Rolle. "Wir wollen, dass die Menschen stärker selbst entscheiden können, in welcher Lebensphase sie wie viele Stunden pro Woche arbeiten", erklärte IG Metall-Jugendsekretär Matthias Ammer.

Eine kurze Veranschaulichung von Lothar Galow-Bergemann gibt es hier:
https://www.youtube.com/watch?v=4ouQPEbJbss

3. November 2015 | Leichter Rückgang bei Ausbildungsplätzen

IG Metall für gute Rahmenbedingungen und Chancen für Hauptschüler

Die Zahl der Ausbildungsplätze in den von der IG Metall Nordhessen betreuten Betrieben ist im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgegangen und betrug laut Statistik der Industrie- und Handelskammer Kassel-Marburg Ende September 1.276. „Das ist ein Minus von 0,7 Prozent“, sagte IG Metall-Jugendsekretär Matthias Ammer. „Der Rückgang ist gering, wir sehen da derzeit keinen Trend“, erläuterte er die aktuellen Zahlen.

Laut IG Metall sind mehrere Faktoren für den leichten Rückgang verantwortlich. Zum einen seien manchen Ausbildungsplätze nicht attraktiv genug. „Wir brauchen Ausbildungsplätze mit guten Rahmenbedingungen, damit es genug Bewerber gibt“, sagte Ammer. Es sei notwendig, die Übernahme nach der Ausbildung zu garantieren und Weiterbildungsmöglichkeiten anzubieten. Bisher würden gerade die Weiterbildungschancen in vielen Betrieben nach Gutdünken vergeben. „Wer sich angepasst und unkritisch verhält und mit dem Chef gut kann, der hat womöglich ganz gute Karten – die anderen gehen oft leer aus“, berichtet Jugendsekretär Matthias Ammer. „Junge Beschäftigte erwarten mittlerweile vom Arbeitgeber aber klare Perspektiven für die persönliche Entwicklung im Betrieb.“

Auch Hauptschüler brauchen Chancen

Für den Rückgang mitverantwortlich sei zudem die Ablehnung von Bewerbern, die von den Arbeitgebern als „nicht ausbildungsgeeignete junge Menschen“ bezeichnet werden. „Hier müssen die Arbeitgeber dringend Konzepte entwickeln“, sagt Ammer. Die bloße Feststellung und Tatenlosigkeit der Betriebe reiche nicht mehr aus. „Auch Hauptschüler sollten verstärkt eine Chance auf eine Ausbildung erhalten“, so der Gewerkschafter.  

20. September 2015 | IG Metall Jugend

We want you for OJA!

Das OJA-Team beim Posieren

Rund 20 junge Beschäftigte von Volkswagen, Rheinmetall und Bombardier haben sich am Wochenende zur Klausur des Ortsjugendausschusses der IG Metall Nordhessen getroffen. Bei der Tagung im Bildungszentrum Beverungen planten sie die nächsten Aktivitäten, etwa die Mobilisierung zur TTIP-Demo in Berlin und Aktionen für Geflüchtete in Kassel und Calden.

"Wie unser Foto zeigt war die Atmosphäre super - unsere Gewerkschaftsarbeit macht Spaß", berichtet IG Metall-Jugendsekretär Matthias Ammer. Davon sollen sich auch Azubis und JAV-Mitglieder überzeugen können, die bislang nicht im OJA aktiv sind. "Unsere Treffen sind offen für Neugierige", sagt Matthias Ammer. Die nächsten OJA-Treffs sind am 29. September und am 13. Oktober 2015 im DGB-Haus in Kassel. Beginn ist jeweils um 17 Uhr. "Einfach vorbeikommen!", empfiehlt der Jugendsekretär.

4. September 2015 | Kampagne

Die IG Metall Nordhessen wirbt für "neue Fragen"

Welche Wünsche stehen bei den jungen Beschäftigten in den Metallbetrieben ganz oben auf der Liste? Diese Frage steht im Mittelpunkt der Kampagne "Neue Zeiten, neue Fragen", für die nun auch in Kassel geworben wird. Unser Foto zeigt IG Metall-Jugendsekretär Matthias Ammer (links) gemeinsam mit den betrieblichen Interessenvertretern Oliver Lenz (Mitte, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender), Marie-Christin Brumma (JAV) und Marc Schweinsberg (JAV).

Die Kampagne ist kommunikativ ausgerichtet: Auf der Internetseite www.wasmichbewegt.de geht es besonders um die Anliegen junger Betriebsangehöriger. "Wir wollen darauf aufmerksam machen, dass die IG Metall eine hilfreiche, lohnenswerte Gemeinschaft ist", sagt Matthias Ammer. "Wir haben immer ein offenes Ohr, und die Kampagne betont das ganz offensiv."

23. Juli 2015 | Recht

Tarifvertrag gilt auch für Ferienjobber

Hunderte Studierende sind in ihren Semesterferien wieder in den Betrieben der nordhessischen Metall- und Elektroindustrie als Ferienjobber beschäftigt. Das ist für viele eine gute Gelegenheit, betriebliche Erfahrungen zu sammeln und auch, um Geld für das Studium zu verdienen. Rund 2/3 der Studierenden arbeiten neben ihrem Studium. Die Tarifverträge der IG Metall gelten auch für Ferienbeschäftigte, wenn sie in tarifgebundenen Betrieben arbeiten und Mitglied der IG Metall sind.

Für Ferienjobber gelten, wenn die Beschäftigung einen (Kalender-)Monat dauert und sie IG Metall-Mitglied sind, die tarifvertraglich vereinbarten drei Urlaubstage. Wer zwei Monate jobbt, hat bis zu fünf Urlaubstage (abhängig vom Tarifgebiet). Ebenso sind die wöchentliche Arbeitszeit, Urlaubsgeld und Schichtzuschläge per Tarifvertrag geregelt. Dies gilt auch für Ferienbeschäftigte, wenn sie Mitglied der IG Metall sind und der Betrieb tarifgebunden ist.

Neben der Beratung über Einstiegsgehälter oder über den Arbeitsvertrag bietet die IG Metall Studierenden und Schülern unter anderem Informationen zum Berufseinstieg an, informiert über Einstiegsgehälter für Akademikerinnen und Akademiker, berät zu Praktikumsplätzen und gibt Rechtsauskunft.

11. Juni 2015 | Bildung

Schulungen: Aktiv für Azubis und Dual Studierende

[Fotograf: Martin Sehmisch]

Wie sind die Gestaltungsmöglichkeiten für betriebliche Interessenvertreter bei den Themen Ausbildung und Duales Studium? Diese Frage stand im Mittelpunkt von zwei Tagesschulungen der IG Metall Nordhessen am 9. und 10. Juni 2015 im DGB-Haus in Kassel. "Wir haben Betriebsratsmitgliedern und Angehörigen von Jugend- und Auszubildendenvertretungen aufgezeigt, was sie tun können, um die Interessen von Azubis und Dual Studierenden stark zu machen", sagte IG Metall-Jugendsekretär Matthias Ammer. So können die Gremien etwa die Mitbestimmung bei der Auswahl von Ausbildungsberufen, Einstellungstests und -kriterien nutzen.

Foto: Axel Bülow (Betriebsrat Bombardier Kassel), Leah Aziz Mohammadi (JAV-Vorsitzende MAT Immenhausen), Oliver Lenz (stellvertretender Betriebsratsvorsitzender KMW Kassel) und Matthias Ammer (IG Metall Nordhessen) zeigen das Thema der Tagesschulungen: Azubis und Dual Studierende. 

27. April 2015 | Kampagne

Die "Revolution Bildung" geht weiter!

Auf der Jugendkonferenz haben die 256 Delegierten die Ziele der IG Metall Jugend für die nächsten Jahre beschlossen. Unter anderem soll die Kampagne "Revolution Bildung" weitergehen - für ein gesetzliches Recht auf gute Aus- und Weiterbildung für alle. Und die Ausbildungsvergütungen sollen stärker steigen.

20. April 2015 | JAV-Seminar

IG Metall Jugend bildet – und macht Spaß!

23 Jugend- und Auszubildendenvertreter aus 14 Betrieben haben Mitte April am JAV-Seminar der nordhessischen IG Metall Jugend teilgenommen. "Es ging um die Aufgaben und Möglichkeiten, die eine JAV hat", berichtet IG Metall-Jugendsekretär Matthias Ammer. Etwa um arbeitsrechtliche Grundlagen, strukturierte Problemlösung im Betrieb und die Durchführung von Jugendversammlungen. Das sechstätige Seminar sollte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dabei unterstützen, die betriebliche Interessenvertretung so effektiv wie möglich zu gestalten. "Spaß und Gemeinschaft kamen aber auch nicht zu kurz", sagt Matthias Ammer.

Möchtest Du auch ein Seminar besuchen? Klicke hier oder nimm direkt mit Matthias Kontakt auf!

15. März 2015 | Tarifergebnis

Einstieg in die Bildungsteilzeit!

3,4 Prozent mehr Geld plus Einmalzahlung, Einstieg in die Bildungsteilzeit und eine verbesserte Altersteilzeit – so lautet das Tarifergebnis in der Metall- und Elektroindustrie. Aber was genau heißt "Einstieg in die Bildungsteilzeit"?

  1. Die Beschäftigten haben erstmals einen durchsetzbaren Anspruch auf eine bis zu siebenjährige Bildungsteilzeit, verblockt oder unverblockt. Danach besteht der Anspruch auf einen gleich- oder höherwertigen Vollzeitarbeitsplatz. Das gilt auch für unbefristet übernommene Azubis direkt nach der Ausbildung. Das ist schon einmal ein großer Fortschritt in Sachen Zeit für Bildung.
  2. Auch bei der Finanzierung der Bildungsteilzeit gibt es erste Erfolge. Es kann betrieblich eine finanzielle Förderung von Bildungsteilzeit vereinbart werden. Auch Mittel aus dem Altersteilzeit-Topf, die nicht ausgeschöpft werden, können für Qualifizierungsmaßnahmen und geförderte Bildungsteilzeit der Beschäftigten genutzt werden. Außerdem haben die Tarifparteien vereinbart, die Qualifizierung von Beschäftigten auf Arbeitsplätzen mit geringen Qualifikationsanforderungen zu fördern und dazu Modelle entwickelt, wie die Firmen diese weiterbilden können. Sie sind diejenigen, die von den anstehenden Veränderungen der Arbeitswelt am ehesten betroffen sind.

Ohne die massiven und geschlossenen Aktionen der Metallerinnen und Metaller (auch in Nordhessen!) hätte die IG Metall das Ergebnis nicht durchsetzen können. Dafür bedanken wir uns bei allen, die mitgemacht haben!

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