13. März 2017 | Internationaler Frauentag

„Von der Entgeltlücke zur Rentenlücke“

„Von der Entgeltlücke zur Rentenlücke“, lautete der Titel der Veranstaltung, zu der die IG Metall Frauen Nordhessen im Rahmen der Aktivitäten anlässlich des diesjährigen Internationalen Frauentages am 11. März 2017 in das Kasseler DGB-Haus eingeladen hatten.

Godela Linde, lange Jahre im DGB-Rechtsschutz tätige Juristin, und Dirk Neumann, Gewerkschaftssekretär in der Abteilung Sozialpolitik beim Vorstand der IG Metall, stellten in beindruckender Weise dar, wie sich das Gender-Pay-Gap, der skandalöse Einkommensunterschied von 22 Prozent zu Lasten der Frauen, zum einen während der aktiven beruflichen Phase der Frauen negativ auf deren Einkommen auswirkt und sich dann im Alter, wenn Rente bezogen wird, als Gender-Pension-Gap nochmal mehr als verdoppelt und dazu führt, dass für die Mehrzahl der Frauen die dann geringe Rente nicht zum Leben ausreicht und die Frauen in die Altersarmut abrutschen.

Die zahlreichen TeilnehmerInnen der Veranstaltung waren sich mit Godela Linde einig, dass der von Manuela Schwesig vorgelegte ursprüngliche Gesetzentwurf für ein "Entgeltgleichheitsgesetz" den Anforderungen nach Entgeltgleichheit nicht mehr entspricht und uns nicht weiter bringt in unserer Forderung nach gleichem Entgelt für Frauen und Männern bei gleichwertiger Arbeit. Wichtige Forderungen wie etwa das Verbandsklagerecht, der Geltungsbereich des Gesetzes sowie Sanktionen fehlen in dem Gesetzeswurf, er ist ein "zahnloser Tiger" geworden.

Die Teilnehmerinnen waren sich einig, dass sie weiterhin für ein Entgeltgleichheitsgesetz streiten werden, das diesen Namen auch verdient, und sich auf der betrieblichen Ebene gemeinsam mit dem Betriebsrat und den Betroffenen für gleiche Entgelte für Frauen einsetzen werden.

Dirk Neumann stellte die auf dem jüngsten Gewerkschaftstag beschlossene Rentenkampagne der IG Metall, die Forderungen der IG Metall zum Neuaufbau einer solidarischen Alterssicherung, ein Herzstück der sozialpolitischen Forderungen der IG Metall, vor. Im Mittelpunkt der Forderungen stehen die Stabilisierung und die Verhinderung des weiteren Absenkens des Rentenniveaus, das Ankoppeln der Rentenentwicklung an die Lohnentwicklung und die schrittweise Anhebung des Rentenniveaus auf ein neues Sicherungsziel. Die Bausteine für eine gute gesetzliche Rente sind dabei eine Rente nach Mindestentgeltpunkten, flexible Übergänge in die Rente, Erwerbsminderungsrenten, betriebliche Altersversorgung und das Schließen von Lücken.

Einig waren sich die TeilnehmerInnen, dass bis zur Bundestagswahl wirksame Aktionen für eine gute Rente gestartet werden müssen und die KandidatInnen zur Wahl für den Bundestag sich eindeutig erklären müssen, ob sie sich im Falle ihrer Wahl für die Durchsetzung der Rentenforderungen der IG Metall einsetzen werden.

Die nächste öffentliche Aktion zum Thema Rente wird im Rahmen der 1. Mai Kundgebung stattfinden. Zum Ausklang der Veranstaltung tauschten sich die Teilnehmerinnen bei einem leckeren Büffet intensiv aus.

23. April 2016 | Neues Team

Frauen starten mit neuem Team durch

Der neue Ortsfrauenausschuss der IG Metall Nordhessen

Auf der Personengruppenkonferenz im April 2016 wurde ein neuer Ortsfrauenausschuss (OFA) gewählt. Ihm gehören an: Bianca Walter, Heike Denn, Rosa Joachim, Ulrike Jakob, Klaudia Lahme, Renate Müller, Nadine Lang, Sabine Schaller, Imade Shealey, Claudia Siegert und Christina Bollmann. Bianca Walter (37), Imade Shealey (43) und Heike Denn (57) bilden das neue dreiköpfige Leitungsteam. Für interessierte Frauen besteht die Möglichkeit, sich an der Arbeit des OFA auch ohne Wahlamt zu beteiligen (Kontakt).

2. November 2015 | Diskussion

Rentenniveau: "Zum Leben zu wenig – zum Sterben zu viel?"

Einen informativen Diskussionsabend zum Rentenniveau haben heute rund 60 Metallerinnen und Metaller im DGB-Haus in Kassel besucht. Die Veranstaltung war ein gemeinsames Angebot des Ortsjugendaus- schusses (OJA), des Ortsfrauenausschusses (OFA) und des Arbeitskreises Außerbetriebliche Gewerk- schaftsarbeit (AGA) der IG Metall Nordhessen. Wir danken dem Referenten, Dirk Neumann (Vorstand der IG Metall, Abteilung Sozialpolitik), für die interessanten Informationen und Einschätzungen.

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