10.01.2018 | Tarifrunde Metall- und Elektroindustrie 2018

120 Beschäftigte der Gießerei Hasenclever im Warnstreik

Rund 120 Beschäftigte der Gießerei Hasenclever und Sohn haben am Mittwoch für eine Stunde die Arbeit niedergelegt. Sie unterstützten damit die Tarifforderungen der IG Metall. "Hasenclever hat wie die gesamte Metall- und Elektroindustrie eine gute Auftragslage – es ist jetzt an der Zeit, dass die Mitarbeiter davon auch was auf ihren Konten spüren", sagte IG Metall-Sekretär Lutz Geydan.

Für Beschäftigte und IG Metall sei es nicht hinnehmbar, dass die Arbeitgeber Flexibilität immer nur von den Beschäftigten erwarten. "Wir fordern deshalb neben der Entgelterhöhung einen individuellen Anspruch auf Arbeitszeitverkürzung für Beschäftigte", sagte Geydan. Eine Forderung, die vom Betriebsratsvorsitzenden Ali Korkmaz besonders begrüßt wurde: "Die Beschäftigten haben im vergangenen Jahr ihren Urlaub verschoben, weil zahlreiche Aufträge zu bearbeiten waren", erinnerte er. "Ein Anspruch auf Arbeitszeitverkürzung würde Flexibilität auch mal im Sinne der Arbeitnehmer vereinbaren", sagte er. Das Angebot der Arbeitgeber, 2 Prozent mehr Entgelt zu zahlen, sei für die Beschäftigten von Hasenclever ein "Schlag ins Gesicht", so Korkmaz. "Wir haben viel für das Unternehmen geleistet, und wir erwarten jetzt ein ordentliches Plus bei den Entgelten", sagte er. IG Metall-Jugendsekretärin Elisabeth Rutz machte in ihrer Rede darauf aufmerksam, dass attraktive Ausbildungsplätze bei Hasenclever notwenig sind, um auch künftig genug Fachkräfte an das Unternehmen zu binden.

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