16.12.2025 | Volkswagen Werk Kassel

252 befristet Beschäftigte erhalten unbefristete Verträge

Gute Nachrichten in der Vorweihnachtszeit für die Belegschaft des Volkswagen Werks Kassel: Nach intensiven Verhandlungen zwischen Betriebsrat und  Unternehmensleitung steht nun fest, dass 252 befristet Beschäftigte mit Wirkung zum 1. Januar 2026 in die VW Stammbelegschaft unbefristet übernommen werden. Damit ist ein wichtiger Schritt zur Sicherung von Arbeitsplätzen und zur Stabilisierung des Standortes gelungen.

„Das ist ein starkes Signal für unsere Kolleginnen und Kollegen, für den Standort Kassel und für die gesamte Region Nordhessen“, erklärt Carsten Büchling, Vorsitzender des Betriebsrats. „Wir haben in harten, aber konstruktiven Gesprächen erreicht, dass 252 Beschäftigte, die über Jahre engagiert für den Erfolg unseres Werkes gearbeitet haben, endlich die Sicherheit eines unbefristeten Arbeitsvertrags bekommen!“

Auch die IG Metall Nordhessen begrüßt die Einigung: „Gut, dass eine Lösung am Verhandlungstisch erzielt wurde – nachdem wir bereits Klagen zur Entfristung für zahlreiche Mitglieder der IG Metall vorbereitet haben“, betont Oliver Dietzel, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Nordhessen. „Wer jahrelang gute Arbeit leistet, darf nicht einfach aussortiert werden. Mit dieser Einigung wird jetzt eine Perspektive geschaffen, die vielen Familien Zukunftssicherheit gibt.“

Die Übernahme erfolgt in zwei Bereichen:

  • Komponentenfertigung: Hier werden 120 Beschäftigte entfristet.
  • Konzern After Sales: 132 Beschäftigte wechseln in das Masterdepot des After Sales.

Darüber hinaus gibt es auch eine positive Perspektive mit Blick auf eine mögliche Anschlussbeschäftigung der befristet Beschäftigten, die zum 01.01.2026 keinen unbefristeten VW-Arbeitsvertrag angeboten bekommen. Das Unternehmen hat in Aussicht gestellt, dass Einstellungen bei einer Tochtergesellschaft angeboten werden. „Das ist eine echte Alternative zur Arbeitslosigkeit – ein Erfolg, den vor wenigen Wochen kaum jemand für möglich gehalten hätte“, so Büchling.

Die Einigung ist nicht nur ein Erfolg für die Beschäftigten, sondern auch ein klares Bekenntnis zur Zukunft des Standortes Kassel. „Wir haben gezeigt, dass wir gemeinsam Lösungen finden können, die Sicherheit und Perspektiven schaffen. Jetzt gilt es, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen und die vereinbarten Investitionen in Zukunftsprodukte, wie z. B. die SSP-Antriebe, umzusetzen“, unterstreicht Büchling.

„Die Entfristung von 252 unserer Kolleginnen und Kollegen ist mehr als ein Verhandlungserfolg – sie ist ein Versprechen für die Zukunft. ‚Sichere Jobs‘ sind das wichtigste Ziel, das unsere Kolleginnen und Kollegen in der Belegschaftsbefragung des VW Gesamtbetriebsrats genannt haben, und genau dafür übernimmt die IG Metall Verantwortung – wie sie es immer getan hat. Die Unterschriftenkampagne zur Entfristung, an der sich mehrere tausend Beschäftigte beteiligt haben, zeigt: Wir sind eine starke Belegschaft und kämpfen für einen sicheren Standort. Mit diesem Rückenwind gehen wir in die Betriebsratswahl im März 2026. Unser Anspruch ist klar: Wir wollen auch in den kommenden Jahren dafür sorgen, dass die Beschäftigungssicherung bei Volkswagen in Kassel sicher bleibt und umgesetzt wird.“

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