01.11.2021 | Bundesweiter Aktionstag

50.000 Metaller*innen senden Weckruf an Politik und Arbeitgeber

Keine Entlassungen, sozialer Umbau der Industrie: Dafür sind am Wochenende mehr als 50.000 Metallerinnen und Metaller auf die Straße gegangen. In über 50 Städten demonstrierten sie für ihre Ziele. Am Berliner Reichstag übergaben sie ihre Forderungen direkt an die Politik. Aus Nordhessen beteiligten sich hunderte am Aktionstag in Eisenach.

Aus Bebra und Mühlhausen nach Eisenach: Vitesco-Beschäftigte beim Aktionstag

Unsere Zweite Bevollmächtigte Elke Volkmann dankte den Teilnehmer*innen aus Nordhessen. "Das war eine tolle Veranstaltung, die Mut gemacht hat für bevorstehende Auseinandersetzungen", sagte sie. Bei der Kundgebung hatten auch der Ministerpräsident des Bundeslandes Thüringen, Bodo Ramelow, und Wolfgang Lemb vom geschäftsführenden Vorstand der IG Metall zu den Demonstrierenden gesprochen. "Wir konnten bei diesem erfolgreichen Aktionstag Energie tanken für unser künfiges Engagement", sagte Volkmann.

Die IG Metall mischt sich mit dem Aktionstag in die laufenden Koalitionsverhandlungen ein – und macht Druck für die Anliegen der Beschäftigten. Die Zukunft der Industrie und ihrer Beschäftigten dürfe nicht an der Schuldenbremse scheitern, mahnte der Erste Vorsitzende der IG Metall, Jörg Hofmann. „Der Weg der Beschäftigten in die Arbeitswelt von morgen muss über sichere Brücken führen. Wir verlangen klare Beschäftigungs- und Investitionszusagen.“