14.09.2022 | Tarifrunde Metall- und Elektro

Aktive Begleitung für 8 Prozent mehr Geld in zahlreichen Betrieben

In vielen nordhessischen Betrieben haben am Mittwoch Vertrauensleute der IG Metall mit Aktionen ihre Unterstützung für unsere Tarifforderung gezeigt. Alle wissen: Gerade angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Situation vieler Menschen ist eine gute Tariferhöhung sehr wichtig. Unsere Fotos zeigen Aktionen bei Daimler Truck in Kassel, ZF Luftfahrttechnik in Calden und Präwema/DVS Innovation in Eschwege. Am Donnerstagmorgen gab es zudem eine Aktion bei GE Grid in Kassel.

Anlass für die Aktionen war die erste Verhandlungsrunde mit den Arbeitgebern der Mittelgruppe, die ergebnislos vertagt wurde. "Leider hat das erste Abtasten gezeigt, dass die Positionen sehr weit auseinanderliegen und die Arbeitgeber weiterhin den Verzicht predigen wollen", sagte der IG Metall-Bezirksleiter Jörg Köhlinger am Mittwochnachmittag. Die IG Metall fordert 8 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Die Erhöhung soll tabellenwirksam sein.

Zur Begründung der Forderung führt Köhlinger die hohen Energie- und Lebenshaltungskosten an und weist daraufhin, dass die Gewinne der Konzerne, insbesondere die der Automobilindustrie, in den zurückliegenden Monaten beträchtlich gewesen sind. Außerdem sei die Auftragslage weiterhin gut, betont der Bezirksleiter.

 

Betriebsratsvorsitzender von GE Grid Teil des Verhandlungsteams

Der Betriebsratsvorsitzende von GE Grid in Kassel, Benjamin Heinicke, war erstmals Teil des Verhandlungsteams der IG Metall. "Die Arbeitgeber haben beim ersten Verhandlungstermin bestritten, dass die Betriebe eine Entgelterhöhung verkraften können", berichtet der 42-Jährige. "Unser Verhandlungsführer Jörg Köhlinger hat sehr detailliert dargelegt, warum das nicht stimmt", sagt Ben.

Bei der Flugblattverteilung am Werkstor am Donnerstagmorgen berichtet der IG Metaller: "Wir sind hier alle bereit, Ende Oktober auch in einen Warnstreik zu gehen." Denn für seine Kolleginnen und Kollegen sei völlig klar, "dass wir eine tabellenwirksame Erhöhung der Entgelte brauchen". Und dafür, sagt Benjamin Heinicke, "stehen wir bei GE Grid zu 100 Prozent ein".

 

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