08.09.2022 | Waldeck-Frankenberg

49 Geehrte: Erste Jubilarehrung seit Beginn der Pandemie

Am 7. September fiel der Startschuss für unsere diesjährigen Juiblarehrungen. "Es freut es mich, euch nach zwei Jahren Corona-Pause wieder live und in Farbe sehen zu können und euch persönlich und direkt ehren zu dürfen", sagte IG Metall-Sekretär Dennis Schindehütte in Twistetal-Mühlhausen. 49 Gewerkschafter*innen feierten gemeinsam mit uns ihr Mitgliedschaftsjubiläum.

Jubilar*innen, die für 25 Jahre Mitgliedschaft geehrt wurden (Fotos: Martin Sehmisch)

Jubilar*innen, die für 25 Jahre Mitgliedschaft geehrt wurden (Fotos: Martin Sehmisch)

Ganz besonders freute sich Dennis Schindehütte darüber, mit Hans J. Seifert aus Waldeck und Helmut Till aus Korbach zwei Kollegen für stolze 65 Jahre Gewerkschaftsmitgliedschaft auszeichnen zu können. "Ihr habt zahlreiche Kapitel der Gewerkschaftsgeschichte mitgeschrieben – vielen Dank für eure langjährige Treue", sagte Schindehütte zu den beiden Jubilaren.

 

Umbau der Industrie "darf nicht auf Kosten der Beschäftigten gehen"

In seiner Festrede sagte Schindehütte, die Transformation sei eine große Herausforderung für die "herstellenden Industriezweige sowie die zuliefernde Industrie". Der massive Umbau sei zwar angesichts von Digitalisierung und Klimawandel notwendig, dürfe aber nicht auf Kosten der Beschäftigten gehen. "Die Arbeitgeber sind jetzt in der Pflicht: Sie müssen investieren und Beschäftigte qualifizieren", forderte Schindehütte. "Und sie müssen Strategien für den Umbau von Produktion, Lieferketten und Wertschöpfungsnetzwerken entwickeln."

Neue Produkte, neue Wertschöpfung und neue Beschäftigung müssten an deutschen Standorten entstehen und nicht in Ländern mit Billiglöhnen. Bei den betrieblichen Umgestaltungsprozessen werde die IG Metall dafür sorgen, dass die Beschäftigten eingebunden werden, so der für die Betriebe im Landkreis Waldeck-Frankenberg zuständige Gewerkschaftssekretär.

 

Solidarität mit Ukraine und Widerstand in Russland

Schindehütte äußerte sich auch zum russische Angriffskrieg gegen die Ukraine und sagte, dieser dürfe nicht die Belegschaften in den Betrieben spalten. "Unsere Solidarität gehört den bedrohten Menschen in der Ukraine, die mutig ihre Freiheit verteidigen. Und unser Respekt und unsere Solidarität gehört auch den Menschen in Russland, die sich mutig gegen diesen Krieg stellen und damit Verfolgung und Repression in Kauf nehmen."

Die IG Metall Nordhessen lädt nach zwei Jahren Pause in diesem Jahr über 4.200 langjährige Mitglieder zu Feierlichkeiten ein. In der kommenden Woche gibt es gleich zwei Feiern in Baunatal mit Jubilar*innen aus Kassel Stadt und Land sowie dem Schwalm-Eder-Kreis. In der Woche darauf feiern wir in Sontra mit Kolleg*innen aus den Landkreisen Hersfeld-Rotenburg und Werra-Meißner.

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