15.09.2022 | Jubilarehrungen

Jubilarfeier mit 360 langjährigen Mitgliedern in Baunatal

Die IG Metall Nordhessen hat am 15. September 360 langjährige Mitglieder aus Kassel Stadt und Land sowie dem Schwalm-Eder-Kreis für ihre Treue zur Gewerkschaft geehrt. "Ihr tragt seit Jahrzehnten die Idee der Solidarität in die Betriebe und in die Gesellschaft", sagte der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Nordhessen, Oliver Dietzel im Festsaal der Stadthalle Baunatal. "Dafür danken wir Euch heute – und endlich nach zwei Jahren Corona-Pause auch wieder persönlich im Rahmen einer Feier", sagte Dietzel. "Ihr habt viele Kapitel der Gewerkschaftsgeschichte mitgeschrieben – vielen Dank für eure langjährige Treue", sagte Dietzel zu den Jubilaren. Zu den 360 Jubilar*innen gehören auch 3 Mitglieder die für 75 Jahre Zugehörigkeit zur IG Metall geehrt wurden: Hans Ewald (Borken), Reinhard Götte (Baunatal) und Wilhelm Schwarz (Fuldabrück).

Tolle Stimmung bei der ersten Jubilarehrung in Baunatal seit drei Jahren (Fotos: Martin Sehmisch)

Als Festredner schloss sich der Vorsitzende des DBG Hessen-Thüringen, Michael Rudolph, den Glückwunschen an. Rudolph erinnerte daran, dass die Gewerkschaften die heute geltenden Arbeitnehmerrechte über Jahrzehnte erstritten hatten. "Heute stehen aber angesichts der massiven Preissteigerungen für Energie und Nahrungsmittel trotz dieser Errungenschaften viele Menschen mit dem Rücken an der Wand", sagte Rudolph. Die Inflation belaste vor allem Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen überdurchschnittlich stark. "Sie müssen im Verhältnis zu ihrem Einkommen wesentlich mehr Geld für eine warme Wohnung, Mobilität, Strom und Nahrungsmittel aufwenden und brauchen deshalb jetzt gezielte staatliche Unterstützung", forderte der DGB-Vorsitzende. 

 

Deckelung der Energiepreise und Umverteilung gefordert

Zwar habe die Bundesregierung auf Druck der Gewerkschaften bereits Maßnahmen ergriffen. "Aber wir brauchen jetzt dringend eine Deckelung der Energiepreise, und zwar nicht nur für Strom, sondern auch für Gas", sagte Rudolph. "Eine warme und helle Wohnung darf nicht zum Luxus werden, deshalb muss jeder Haushalt für seinen Grundverbrauch Strom und Gas zu einem festen Höchstpreis erhalten", sagte er unter dem Applaus der Zuhörer*innen. Bei der Finanzierung dieser sozial gebotenen Entscheidungen dürfe die Politik auch vor Umverteilung von Unternehmensgewinnen nicht zurückschrecken. Die Gesellschaft brauche jetzt zudem "eine Steuerentlastung für kleine und mittlere Einkommen und eine stärkere Belastung für Spitzenverdienste, gigantische Vermögen und Erbschaften". "In diesem Land soll niemand frieren müssen", schloss Rudolph seine Rede.

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