03.12.2020 | Wespa in Melsungen

Kein Weihnachtsgeld? Nicht mit uns!

Die rund 100 Beschäftigten der Metallsägenfabrik Wespa in Melsungen hätten fast kein Weihnachtsgeld bekommen. Der Arbeitgeber hatte im November dem Betriebsrat mitgeteilt, das Weihnachtsgeld könne in diesem Jahr nicht gezahlt werden. "Da haben Betriebsrat und IG Metall aber nicht mitgespielt", berichtet Gewerkschaftssekretär Matthias Ammer. Schriftlich erläuterte der Betriebsrat dem Unternehmen, dass ein Verzicht auf tarifvertraglich geregelte Entgelt-Bestandteile nicht so einfach möglich ist und eine hohe Zahl individueller Klagen nach sich ziehen würde. Die IG Metall signalisierte, diese Klagen im Rahmen des Rechtsschutzes für ihre Mitglieder zu tragen.

Die Streichung des Weihnachtsgeldes bei Wespa wurde von Betriebsrat und IG Metall verhindert. (Fotos: Sehmisch)

Die Beschäftigten wurden zudem gefragt, wie sie über den Vorgang denken. "Die Antwort war eindeutig", sagt der Betriebsratsvorsitzende Heidi Carstens. "90 Prozent waren weder mit einer Streichung noch mit einer Verschiebung der Zahlung des Weihnachtsgeldes einverstanden."

"Dank dieser klaren Botschaft hat das Unternehmen dann einen vollständigen Rückzieher gemacht", berichtet Matthias Ammer. Das Beispiel Wespa zeigt: Gewerkschaftliche Strukturen sind ein wirksamer Schutz vor solchen Versuchen von Arbeitgebern. IG Metall funktioniert.

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