25.08.2017 | Demonstration

Kurswechsel jetzt! 2.500 Menschen auf der Rentendemo in Kassel

Mit einer großen und bunten Demonstration haben Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter am 25. August in Kassel für eine gute Rente demonstriert. Rund 2.500 Menschen zogen vom Auestadion über die Frankfurter Straße zum Königsplatz. Sie forderten den Sinkflug in der gesetzlichen Rente zu stoppen. Unter den Demonstranten waren zahlreiche Mitglieder der IG Metall.

Teilgenommen haben neben Mitarbeitern von Volkswagen und Daimler in Kassel auch Beschäftigte von Continental, Präwema, Viessmann, Hasenclever, Frank, Stiebel Eltron und Hettich. Frank Bsirske, Vorsitzender der Gewerkschaft ver.di, klagte als einer der beiden Hauptredner an, dass ohne einen Kurswechsel künftig jedem dritten Vollzeitbeschäftigten Altersarmut drohe. Minijobber und Teilzeitbeschäftigte träfe es noch härter. DGB-Bundesvorstandsmitglied Annelie Buntenbach kritisierte Parteien wie die CDU, die keine eigene Vorschläge vorlegen würde. Sie kündigte für die Gewerkschaften an: "Wir werden nicht zulassen, dass die Entscheidungen, die dringend nötig sind, auf die lange Bank geschoben werden!"

Verdi-Vorsitzender Frank Bsirske sagte bei der Abschlusskundgebung auf dem Königsplatz: "Wir brauchen einen Kurswechsel in der Rentenpolitik. Die Rente muss auf dem jetzigen Niveau von 48 Prozent stabilisiert und schrittweise auf 50 Prozent angehoben werden. Zudem müssen der steuerliche Bundeszuschuss für die Rentenkasse erhöht und die Tarifbindung gestärkt werden. Es darf nicht sein, dass künftig Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer – obwohl sie jahrzehntelang gearbeitet und Beiträge gezahlt haben – am Ende nicht mit ihrer Rente über die Runden kommen."

Annelie Buntenbach hatte zuvor bei der Auftaktkundgebung am Auestadion betont: "Wenn die Politik heute die Weichen für die Zukunft richtig stellt, ist ein höheres Rentenniveau bezahlbar: Gesamtgesellschaftliche Aufgaben dürfen nicht länger aus Beitragsmitteln bezahlt werden. Der Arbeitsmarkt muss in Ordnung gebracht, prekäre Jobs in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung umgewandelt werden.“

(Fotos: Martin Sehmisch)

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