08.09.2025 | BKK Herkules

Einigung abgelehnt, in den Warnstreik getreten – mehr erreicht!

Der erste Warnstreik in der Geschichte der Betriebskrankenkasse Herkules hat sich gelohnt. Die Kolleginnen und Kollegen haben eine Einmalzahlung und eine kräftige Tariferhöhung durchgesetzt. Insgesamt erhalten sie 2 Prozent mehr als eine bereits erzielte Einigung vorsah.

Die Tarifkommission der BKK Herkules (v.l.n.r.) freut sich über den Tarifabschluss: Sandra Gloszat (Mitglied Personalrat), Dr. Frank Klobes (IG Metall) und Jonas Dörge (Personalratsvorsitzender) (Foto: Martin Sehmisch)

Der erste Warnstreik in der Geschichte der Betriebskrankenkasse Herkules hat sich gelohnt. Die Kolleginnen und Kollegen haben eine Einmalzahlung und eine kräftige Tariferhöhung durchgesetzt. Insgesamt erhalten sie 2 Prozent mehr als eine bereits erzielte Einigung vorsah. 

So gibt es in diesem Monat 600 Euro als Einmalzahlung für alle Vollzeitbeschäftigten. Teilzeitbeschäftigte erhalten die Zahlung anteilig, Auszubildende erhalten 200 Euro. Zudem gibt es ebenfalls in diesem Monat satte 5 Prozent mehr Entgelt. Zum 1. Mai 2026 kommt eine weitere Steigerung um 3 Prozent. Auch die Ausbildungsvergütungen steigen zu beiden Terminen um jeweils 75 Euro. Der Tarifvertrag läuft bis Ende April 2027.

"Dieser Tarifabschluss zeigt auf besondere Weise den Einfluss der IG Metall-Mitglieder im Betrieb", sagt IG Metall-Sekretär Dr. Frank Klobes. Sie hatten im Rahmen einer Mitgliederversammlung ein bereits vorgelegtes Verhandlungsergebnis als nicht ausreichend bewertet, weil sie seit dem Jahr 2021 bereits 10 Prozent Reallohnverlust erfahren hatten. „Auf dem Verhandlungsweg war aber nicht mehr drin und deshalb wurde dann für den ersten Warnstreik in der Geschichte der BKK Herkules gestimmt“, sagt IG Metall-Sekretär Dr. Frank Klobes. Der führte dann dazu, dass 2 Prozent mehr Geld erkämpft werden konnten. Das sind etwa 700 Euro mehr im Jahr als zuvor verhandelt.

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