15.11.2022 | Tarifkonflikt M+E

Über 3.000 Menschen beim Warnstreik-Sternmarsch in Kassel

Über 3.000 Kolleginnen und Kollegen aus 18 Betrieben haben heute in Kassel ihre Arbeit niedergelegt und an unserem Sternmarsch teilgenommen. „Was wir heute sehen, ist nur ein Vorgeschmack auf das, was passieren wird, wenn die Arbeitgeber nicht aus ihrer Ecke rauskommen“, sagte der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Nordhessen, Oliver Dietzel, bei einer Kundgebung auf der Holländischen Straße. „Es ist eine Schande, dass die Arbeitgeber trotz hoher Inflation und voller Auftragsbücher eine tabellenwirksame Erhöhung der Entgelte ablehnen“, sagte Dietzel.

Großartige Beteiligung am Warnstreik-Sternmarsch in Kassel (Fotos: Martin Sehmisch)

Die Beschäftigten von Krauss-Maffei Wegmann hatten als erste die Arbeit niedergelegt. Ihr Demonstrationszug traf sich mit dem der Warnstreikenden von Daimler Truck. Weitere Züge starteten am Industriegebiet Mittelfeld und am Halitplatz. Die Beschäftigten von ZF Luftfahrttechnik und Airbus in Calden sowie Esterer in Helsa waren mit Bussen nach Kassel gekommen.

Mit dem massiven Warnstreik in Kassel verschärfen wir unseren Druck auf die Arbeitgeber, weil wir wissen, dass die Beschäftigten eine tabellenwirksame Erhöhung erwarten. „Einmalzahlungen sind schön und gut, aber sie verpuffen nach kurzer Zeit“, sagte Oliver Dietzel bei der Kundgebung. „Ihr habt euch eine Beteiligung an den Gewinnen der Unternehmen redlich verdient“, rief er den Warnstreikenden zu.

Viele Beschäftigte sind genervt von den sich schon lange hinziehenden Verhandlungen mit den Arbeitgebern. „Wenn bei der nächsten Verhandlung keine Bewegung in die Sache kommt, bereiten wir 24-Stunden-Warnstreiks vor“, kündigte Dietzel an.

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