Nach Corona gibt es keine Diskriminierung und keinen Rassismus mehr!

Teil 6 unserer Statement- Serie zum Internationalen Frauentag. Mitglieder des Ortsfrauenausschusses berichten, was sie sich für die Zeit nach Corona wünschen.

In den letzten Jahren gab es ein weiteres Erstarken der rechten Bewegungen. Einen großen Einfluss hat dabei die AfD. Als parlamentarischer Arm der rechten Bewegung tritt die Partei im Bundestag als provokanter Tabubrecher, menschenverachtender Hetzer gegen Minderheiten, Hetzer gegen Flüchtlinge, Verfechter überholter Rollenklischees, insbesondere was die Rolle der Frau betrifft, sowie Verächtlich- und Lächerlichmacher des Parlaments auf und bereitet so den geistigen Nährboden auf dem Rassismus, Antisemitismus, Islamfeindlichkeit, Hass und Hetze gegen Flüchtlinge, Andersdenkende und Minderheiten gedeihen und in Übergriffen, Mordanschläge und Morden gegen Andersdenkende, Flüchtlinge, Minderheiten münden. Dabei versucht die AfD mit vermeintlich einfachen Antworten auf die komplexen Probleme und Herausforderungen in Form von Schuldzuweisungen gegenüber Flüchtlingen und Menschen mit Migrationshintergrund Wählerinnen und Wähler für ihre Politik zu gewinnen.

Übergriffe auf Menschen und Institutionen wie der Überfall auf die Synagoge in Halle, wo nur die massive Holztür der Synagoge verhindert hat, dass der Plan, am höchsten jüdischen Feiertag ein Blutbad anzurichten, vereitelt wurde, bei der zwei Menschen, die zufällig in der Nähe waren, erschossen wurden, der heimtückische Mord am Kasseler Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke, der gezielte Mord an neun Menschen mit Migrationshintergrund in Hanau, sind nur einige Beispiele für diese erschütternde und antidemokratische Entwicklung. Dieser Entwicklung müssen wir Einhalt gebieten und uns dagegen stellen.

Nach Corona sind wir weiter solidarisch mit allen Mitmenschen in Kassel und bundesweit, egal welchen Teint sie haben – 40 Prozent aller Kasseler*innen haben Migrationshintergrund, die Hälfte davon sind seit ihrer Einbürgerung deutsche Staatsbürger*innen. Von allen Menschen mit Migrationshintergrund sind 11 Prozent Kinder und 20 Prozent haben eine doppelte Staatsbürgerschaft. Unserer Kasseler Mitbürger*innen kommen aus etwa 150 anderen Staaten – von Afghanistan bis Zypern.  

Herz statt Hetze, bunt statt braun, kein Pakt mit Faschist*innen niemals und nirgendwo!

Anja Neumann, Gewerkschaftssekretärin IG Metall Nordhessen