22. Juni 2016 | Beschluss

Delegiertenversammlung: Gegen die AfD Position beziehen!

Die Delegierten der IG Metall Nordhessen bezogen klar Position gegen die AfD (Foto: Martin Sehmisch).

Die IG Metall Nordhessen ruft ihre Mitglieder und betrieblichen Funktionsträger dazu auf, sich offensiv und kritisch mit den Positionen der rechtspopulistischen Partei "Alternative für Deutschland" (AfD) auseinanderzusetzen. Das haben die rund 150 Delegierten der IG Metall Nordhessen am Mittwochabend in Baunatal ohne Gegenstimmen beschlossen. "Wir werden als Gewerkschafter aktiv für Solidarität einsetzen, im Betrieb und in der Gesellschaft – und das bedeutet, die AfD-Programmatik der Ausgrenzung klar zurückzuweisen", sagte die Zweite Bevollmächtigte der IG Metall Nordhessen, Elke Volkmann, unter Applaus.

Weitere Themen der Delegiertenversammlung waren die Situation im Volkswagenwerk Baunatal und die Vorbereitung der Tarifrunden im Jahr 2017. Der Bereichsleiter Tarifpolitik beim Vorstand der IG Metall, Stefan Schaumburg, ließ hierzu die jüngsten Tarifrunden Revue passieren und entwickelte Perspektiven für die Weiterentwicklung der Politik der Gewerkschaft auf diesem Gebiet.

19. Juni 2016 | Bildung mit der IG Metall

Vertrauensleute: Grundlagen der Leistungspolitik

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Der Vertrauenskörper der Kasseler Firma Senior Flexonics hat sich am Wochenende zu den Themen Leistung, Arbeitsplatzbeschreibung und Eingruppierung weitergebildet. Die Vertrauensmänner und -frauen waren dafür zu einem Workshop unter der Leitung von Martin Lott ins Bildungszentrum Beverungen gekommen. "Wir haben die betriebliche Situation dokumentiert, die künftige beteiligungsorientierte Leistungspolitik für den Betrieb skizziert und mögliche, vielleicht konfliktreiche betriebliche Herausforderungen herausgearbeitet und besprochen", sagte Lutz Geydan von der IG Metall Nordhessen.

Die Bildungsmaßnahme war von der IG Metall Nordhessen auf die Situation bei Senior Flexonics zugeschnitten worden. "Wir orientieren uns in unserer Bildungsarbeit an den Bedürfnissen der Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben", sagte Lutz Geydan. Für entsprechende Vorschläge sei man immer offen.

17. Juni 2016 | IG Metall Jugend

Jetzt mitmachen: Sommeraktionen für Neugierige!

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12. Juni 2016 | Bildung

Neuer Bildungsbaustein: Umgang mit Flucht und Migration im Betrieb

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Wie geht die IG Metall in den Betrieben mit dem Themenbereich Flucht und Migration um? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Treffens der ehrenamtlichen Bildungsreferenten der IG Metall Nordhessen am vergangenen Wochenende in Beverungen. "Menschen reagieren unterschiedlich auf die Ankunft von Geflüchteten in ihrer Umgebung", sagt Gewerkschaftssekretär Lutz Geydan. "Viele reagieren solidarisch, andere entwickeln Ängste, manche hegen echten Hass – das Spektrum ist breit, auch in den Betrieben", sagt er. Die Bildungsarbeit der IG Metall müsse damit einen Umgang finden.

6. Juni 2016 | Angestelltenausschuss

Angestellte: Standortbestimmung und Ausblick

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Am vergangenen Wochenende waren die Mitglieder des Angestelltenausschusses zur Klausur im Bildungszentrum Beverungen. An zwei spannenden Tagen wurde zunächst die Arbeit der vergangenen vier Jahre evaluiert, um dann die Themen für die mittelfristige Zukunft zu besprechen. Geplant wurde dabei auch das im November anstehende 4. Angestelltenforum. Auf der Agenda des Angestelltenausschusses stehen künftig Managementstrategien wie Führung durch Indirekte Steuerung sowie Arbeitszeit und Arbeitszeitsouveränität.

20. Mai 2016 | Tarifrunde VW

Tarifabschluss bei VW: 2,8 + 2 Prozent mehr Geld und weiterhin Altersteilzeit

Protestveranstaltung in Baunatal am 11. Mai 2016 (Foto: Martin Sehmisch)

Es gibt ein Tarifergebnis für die Beschäftigten der Volkswagen AG. Demnach steigen die Entgelte ab dem 1. September 2016 um 2,8 Prozent und ab dem 1. August 2017 um weitere 2 Prozent. Für Juni bis August 2016 zahlt das Unternehmen einen zusätzlichen Rentenbaustein in Höhe von 200 Euro (Auszubildende und Studierende im Praxisverbund: 100 Euro) auf die Rentenkonten der Beschäftigten ein. Die Laufzeit des Tarifvertrags beträgt 20 Monate bis Ende Januar 2018.

Die IG Metall konnte zudem die Verlängerung des Tarifvertrags Altersteilzeit bis Ende 2022 für Beschäftigte mit dem Geburtsjahr 1967 und älter erreichen. Weitere Punkte der Einigung: Die Erfolgsbeteiligung wird künftig im zweijährigen Rhytmus ausgezahlt. Und es soll an jedem Standort ein jährliches Ausbildungsymposium geben. Die starken Aktionen der VW-Beschäftigten haben sich damit klar gelohnt.

13. Mai 2016 | Tarifrunde M+E

Tarifabschluss: Mehr Geld erkämpft – und verdient!

Die Entgelte und Ausbildungsvergütungen für die Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland werden in zwei Stufen erhöht. Ab dem 1. Juli 2016 werden sie zunächst um 2,8 Prozent steigen. Für die Monate April bis Juni 2016 wird eine Einmalzahlung von 150 Euro geleistet. Um weitere 2,0 Prozent werden die Entgelte und Ausbildungsvergütungen ab dem 1. April 2017 erhöht. Insgesamt bedeutet dies eine tabellenwirksame Entgeltsteigerung von 4,8 Prozent bis zum Ende der Laufzeit.

Laufzeit: 21 Monate bis Ende 2017

Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 21 Monaten bis zum 31. Dezember 2017. Für die Einmalzahlung von 150 Euro und die zweite Stufe der Entgelterhöhung im Jahr 2017 wurde eine Differenzierungsklausel vereinbart, die es den Tarifvertragsparteien erlaubt, bei wirtschaftlichen Schwierigkeiten einzelner Unternehmen eine Verschiebung der Entgelterhöhung vorzunehmen. Dies sieht die Vereinbarung vor, die die IG Metall Mitte und die Arbeitgeberverbände Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland am Freitagmittag in Koblenz getroffen haben. Zuvor hatten erneut zehntausende Beschäftigte an Warnstreiks teilgenommen und damit die Verhandlungsposition der IG Metall gestärkt.

Oliver Dietzel: Tolle Unterstützung aus den Betrieben

Die IG Metall dankt rund 15.000 Beschäftigten, die seit dem Ende der Friedenspflicht an Warnstreiks in Nordhessen teilgenommen haben. "Wir haben gemeinsam gezeigt, dass unsere Aktionen gut begründet und wirksam sind – und wir haben in den Betrieben eine überwältigende Unterstützung erfahren", sagte der Erste Bevollmächtigte, Oliver Dietzel.

17. April 2016 | Unterschriftensammlung

Tausende für Beitragsgerechtigkeit

IG Metall-Sekretärinnen Anja Neumann (links) und Christine Brodde (rechts) (Foto: Martin Sehmisch)

Mehrere tausend Beschäftigte aus den nordhessischen Metallbetrieben haben sich bereits mit ihrer Unterschrift für die Rückkehr zur paritätischen Finanzierung von Krankenversicherungsbeiträgen eingesetzt. Die IG Metall fordert mit ihrer aktuellen Kampagne, dass Arbeitnehmer und Arbeitgeber die Finanzierung künftig wieder zu gleichen Teilen übernehmen sollen.

Unterstützen Sie diese Aktion jetzt mit Ihrer Unterschrift!

21. März 2016 | Unterschriftensammlung

Aktion: Für eine faire Finanzierung der Krankenversicherungsbeiträge!

Beitragsanteile in der gesetzlichen Krankenversicherung (2016). Die Arbeitnehmerbeiträge unterscheiden sich je nach Zusatzbeitrag der Kasse.

Die IG Metall fordert die Rückkehr zur paritätischen Finanzierung von Krankenversicherungsbeiträgen durch Arbeitnehmer und Arbeitgeber. "Die Krankenkassen-Briefe mit der Ankündigung eines erhöhten Zusatzbeitrags haben bei unseren Kolleginnen und Kollegen Empörung ausgelöst", sagte Anja Neumann-Achtelik von der IG Metall Nordhessen. Die Zusatzbelastung liegt jetzt im Durchschnitt bei 1,1 Prozent und wird absehbar steigen. "Je nach Einkommen sind das bis zu 47 Euro monatlich und 560 Euro jährlich", sagte sie. "Und die Arbeitgeber machen sich einen schlanken Fuß. Das kann so nicht weitergehen!"

Einseitige Belastung für die Versicherten

Der Zusatzbeitrag ist ungerecht, weil er einseitig die Versicherten belastet und die Arbeitgeber von der Finanzierung medizinischen Fortschritts und steigender Gesundheitskosten befreit. Zudem setzt der Zusatzbeitrag falsche Anreize, weil er die Kassen in einen Kostenwettbewerb um die Höhe der Beiträge zwingt. Dies heizt die Jagd nach jungen, gesunden Versicherten an, da diese für die Kassen „gute Risiken“ darstellen. "Statt über Versorgungsqualität und Nähe zu den Versicherten wird der Wettbewerb vorrangig über die Beitragshöhe ausgetragen", sagte Neumann-Achtelik.

Unterschriftenaktion unterstützt Forderung der IG Metall

Stattdessen fordert die IG Metall von der Landes- und Bundespolitik, dass die einseitige Belastung der Versicherten beendet und die vollständige Parität wieder hergestellt wird. "Wir haben dazu in den Betrieben eine Unterschriftenaktion gestartet und werden die gesammelten Listen später den örtlichen Landtags- und Bundestagsabgeordneten übergeben", berichtet die Gewerkschaftssekretärin.

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