14. Mai 2017 | Angestellte

Agiles Arbeiten als Herausforderung für die Mitbestimmung

Wenn Unternehmen zur Umsetzung von Projekten und Kundenwünschen auf das sogenannte „agile Arbeiten“ setzen – was heißt das dann für die Beschäftigten? Diese Frage hat der Angestelltenausschuss der IG Metall Nordhessen am Wochenende im Bildungszentrum Beverungen erläutert.

Dabei wurde klar, dass agiles Arbeiten zur Verkürzung von Entwicklungszyklen und einer starken Orientierung an Kundenwünschen durchaus nützlich sein kann. Die kompakte, rasche und immer wieder organisatorisch neu auf die Beine gestellte Team-Arbeit geht allerdings häufig mit unklaren Verantwortlichkeiten und erhöhtem Stress einher.

Nach Auffassung der IG Metall muss deshalb beim Einsatz von agiler Arbeit besonders auf klare Strukturen und Verantwortlichkeiten, Gesundheit und Ruhebedürfnisse sowie ausreichende Qualifizierungsmöglichkeiten zur Vorbereitung auf neue Rollen in Teams und bei Führungskräften geachtet werden.

1. Mai 2017 | Tag der Arbeit

2.000 Demonstranten in Kassel: "Wir sind viele. Wir sind eins."

Rund 2.000 Menschen haben am 1. Mai in Kassel an der größten Kundgebung der DGB-Gewerkschaften in Nordhessen teilgenommen. Sie zogen vom Halitplatz zum Königsplatz, wo der Leiter des IG Metall-Bezirks Mitte, Jörg Köhlinger, die Hauptrede hielt. Dabei kündigte er an, dass die IG Metall sich im Bundestagswahlkampf klar gegen die AfD positionieren wird. "Im Jahr 2017 die gleichen Parolen zu verkünden wie es vor über 80 Jahren die Nationalsozialisten taten – das ist nicht hinnehmbar", sagte er. Die IG Metall stehe klar und deutlich für die Interessen der abhängig Beschäftigten – und nicht für Positionen des Rassismus, der Ausgrenzung, des Hasses auf andere Menschen. 

Köhlinger kündigte auch ein weiteres Eintreten für eine andere Rentenpolitik an. Die IG Metall werde vor und nach der Bundestagswahl für flexible Altersgrenzen streiten, und ebenso gegen die weitere Absenkung des Rentenniveaus. Stattdessen sei eine Erhöhung erforderlich: "Die Rente muss vor Altersarmut schützen, sie muss einen Ruhestand in Würde und ohne finanzielle Sorgen ermöglichen". Er bezog sich dabei auf die Beschäftigtenbefragung der IG Metall, an der sich jüngst bundesweit mehr als 680.000 Beschäftigte aus etwa 7.000 Betrieben beteiligt haben, über 10.000 auch aus Nordhessen: 85 Prozent der Befragten hätten unzweideutig für ein höheres Rentenniveau votiert, und sie seien auch bereit, dafür höhere Rentenbeiträge zu leisten.

(Fotos: Martin Sehmisch)

6. April 2017 | Gedenken an Halit Yozgat

500 Menschen bei Schweigemarsch für Opfer des NSU

Gedenken an Halit Yozgat (Fotos: Martin Sehmisch)

Rund 500 Menschen haben am 6. April in Kassel an einem Schweigemarsch und einer Gedenkfeier für Halit Yozgat und alle Opfer des rechtsterroristischen NSU teilgenommen. Sie liefen vom Rathaus zum Halitplatz, wo unter Beteiligung der Familie Yozgat der Terroropfer gedacht wurde. In Redebeiträgen wurde die schleppende Aufarbeitung der Mordserie kritisiert. Einhellig forderte man zudem, eine solidarische, vielfältige Gesellschaft gegen Angriffe von Rechtsaußen zu verteidigen.

Der Kasseler Bürger Halit Yozgat war am 6. April 2006 in seinen Geschäftsräumen an der Holländischen Straße in der Kasseler Nordstadt von der rechtsextremen terroristischen Vereinigung „Nationalsozialistischer Untergrund“ als vermutlich neuntes Opfer in einer langen Mordserie erschossen worden.

8. März 2017 | Internationaler Frauentag

IG Metall will Gleichstellung auch beim Lohn

Vor dem VW-Werk in Baunatal gab es zum Weltfrauentag Flugblätter und Geschenke. (Fotos: Martin Sehmisch)

Vertrauensleute, Betriebsratsmitglieder und Aktive der IG Metall Nordhessen verteilen heute anlässlich des Weltfrauentags in zahlreichen Betrieben Flugblätter und kleine Geschenke. Wir wollen gleichen Lohn für gleiche Arbeit – unabhängig vom Geschlecht!

21. Februar 2017 | Metall- und Elektroindustrie

Tarifpolitische Konferenz diskutierte über Arbeitszeitfragen

Rund 70 Funktionsträger aus Betrieben der Metall- und Elektroindustrie haben am 21. Februar im DGB-Haus in Kassel die Diskussion über die nächste Tarifbewegung fortgesetzt. Nach einem fundierten tarifpolitischen Vortrag von Uwe Schütz vom IG Metall-Bezirk Mitte gab es eine rege Aussprache – überwiegend zu den möglichen qualitativen Bestandteilen einer Tarifforderung für 2018. Im Mittelpunkt stand dabei die Gestaltung der Arbeitszeit. "Wir legen großen Wert darauf, Vertrauensleute, Betriebsratsmitglieder, Jugend- und Auszubildendenvertreter und aktive Mitglieder frühzeitig in die Debatte um unsere Forderung für das Frühjahr 2018 einzubinden", sagte die Zweite Bevollmächtigte der IG Metall Nordhessen, Elke Volkmann. "Die Tarifpolitische Konferenz war dafür ein gelungener Auftakt."

26. Januar 2017 | Krankenversicherungsbeiträge

10.000 Unterschriften an Gesundheitspolitiker Edgar Franke übergeben

V.l.n.r.: Renate Müller (AGA), Christa Haidu (KMW), Stephan Bring (RMMV), Oliver Dietzel, Elke Volkmann, Stefan Pilz (Daimler Werk) und Dr. Edgar Franke (MdB, SPD).

Rund 10.000 Nordhessinnen und Nordhessen setzen sich mit ihrer Unterschrift für die Rückkehr zur paritätischen Finanzierung der Krankenkassenbeiträge ein. „Die Menschen finden es ungerecht, dass sie mittlerweile über die Zusatzbeiträge deutlich mehr in die Krankenversicherung einzahlen als ihre Arbeitgeber“, sagt der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Nordhessen, Oliver Dietzel. Zusammen mit Vertreterinnen und Vertretern aus nordhessischen Metallbetrieben übergab Dietzel die Unterschriften am Montag in Kassel an den Vorsitzenden des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestags, Dr. Edgar Franke (SPD). Bundesweit hat die IG Metall im Rahmen der Aktion über 300.000 Unterschriften gesammelt.

Menschen haben dazu klare Meinung

"Gesundheit ist ein ganz wichtiges Thema für unsere Mitglieder“, sagte die Zweite Bevollmächtigte der IG Metall Nordhessen, Elke Volkmann. „Wir werden uns im bevorstehenden Bundestagswahlkampf für eine gerechte Finanzierung der Gesundheitskosten einsetzen“, sagte sie. „Das heißt ganz klar: Einseitige Zusatzbeiträge zulasten der Arbeitnehmer sind unfair“, so die Gewerkschafterin. Die Unterschriftenaktion sei in seinem Betrieb sehr gut gelaufen, berichtete der Vorsitzende des Vertrauenskörpers bei Daimler in Kassel, Stefan Pilz. Das bestätigte auch der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende von RMMV in Kassel, Stephan Bring: „Gerade angesichts der zunehmenden körperlichen und psychischen Belastungen am Arbeitsplatz finden die Leute es nur fair, dass die Gesundheitskosten zu gleichen Teilen von Arbeitgebern und Beschäftigten getragen werden“, sagte er. Auch die Betriebsratsvorsitzende von KMW Kassel, Christa Haidu, betonte die Wichtigkeit des Themas: „Wir brauchen hier wirklich eine Kostenbremse für die Arbeitnehmer.“

Franke: SPD hat sich klar positioniert

Die Gewerkschafter übergaben die rund 10.000 Unterschriften an den Bundestagsabgeordneten und Gesundheitspolitiker Dr. Edgar Franke. Franke sagte, der durch die Zusatzbeiträge finanzierte medizinische Fortschritt dürfe nicht mehr allein von den Arbeitnehmern getragen werden. „Wir haben uns als SPD hier klar positioniert“, sagte der Abgeordnete. Seine Partei werde das Thema bei möglichen Koalitionsverhandlungen nach der Bundestagswahl entsprechend in den Vordergrund rücken. Das Gespräch mit den Gewerkschaftern sei eine Ermutigung, Gesundheit als Gerechtigkeitsthema anzusehen und dies in konkrete Politik umzusetzen.

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