29. April 2016 | Tarifrunde M+E

Warnstreiks starten in Kassel und Bebra!

Die Tarifverhandlungen mit den Arbeitgebern der Metall- und Elektroindustrie in Hessen, Thüringen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland haben bislang zu keinem Ergebnis geführt. Die IG Metall fordert 5 Prozent mehr Geld. Die Arbeitgeber haben bis zuletzt kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt.

Starke Beteiligung bei Mercedes, KMW und Continental

Wir machen direkt nach Ablauf der Friedenspflicht klar, dass die Beschäftigten sich diese Spielchen der Arbeitgeber nicht gefallen lassen! Heute Nacht haben um 0.01 Uhr 230 Beschäftigte von Mercedes und 30 von KMW die Arbeit im Rahmen eines Warnstreiks niedergelegt. Um 6 Uhr folgte diesem Beispiel die gesamte Frühschicht von Continental in Bebra: 200 Beschäftigte legten dort die Arbeit nieder. Das Zeichen ist klar: Wir kämpfen für eine angemessene Erhöhung der Entgelte!

17. April 2016 | Unterschriftensammlung

Tausende für Beitragsgerechtigkeit

IG Metall-Sekretärinnen Anja Neumann (links) und Christine Brodde (rechts) (Foto: Martin Sehmisch)

Mehrere tausend Beschäftigte aus den nordhessischen Metallbetrieben haben sich bereits mit ihrer Unterschrift für die Rückkehr zur paritätischen Finanzierung von Krankenversicherungsbeiträgen eingesetzt. Die IG Metall fordert mit ihrer aktuellen Kampagne, dass Arbeitnehmer und Arbeitgeber die Finanzierung künftig wieder zu gleichen Teilen übernehmen sollen.

Unterstützen Sie diese Aktion jetzt mit Ihrer Unterschrift!

21. März 2016 | Unterschriftensammlung

Aktion: Für eine faire Finanzierung der Krankenversicherungsbeiträge!

Beitragsanteile in der gesetzlichen Krankenversicherung (2016). Die Arbeitnehmerbeiträge unterscheiden sich je nach Zusatzbeitrag der Kasse.

Die IG Metall fordert die Rückkehr zur paritätischen Finanzierung von Krankenversicherungsbeiträgen durch Arbeitnehmer und Arbeitgeber. "Die Krankenkassen-Briefe mit der Ankündigung eines erhöhten Zusatzbeitrags haben bei unseren Kolleginnen und Kollegen Empörung ausgelöst", sagte Anja Neumann-Achtelik von der IG Metall Nordhessen. Die Zusatzbelastung liegt jetzt im Durchschnitt bei 1,1 Prozent und wird absehbar steigen. "Je nach Einkommen sind das bis zu 47 Euro monatlich und 560 Euro jährlich", sagte sie. "Und die Arbeitgeber machen sich einen schlanken Fuß. Das kann so nicht weitergehen!"

Einseitige Belastung für die Versicherten

Der Zusatzbeitrag ist ungerecht, weil er einseitig die Versicherten belastet und die Arbeitgeber von der Finanzierung medizinischen Fortschritts und steigender Gesundheitskosten befreit. Zudem setzt der Zusatzbeitrag falsche Anreize, weil er die Kassen in einen Kostenwettbewerb um die Höhe der Beiträge zwingt. Dies heizt die Jagd nach jungen, gesunden Versicherten an, da diese für die Kassen „gute Risiken“ darstellen. "Statt über Versorgungsqualität und Nähe zu den Versicherten wird der Wettbewerb vorrangig über die Beitragshöhe ausgetragen", sagte Neumann-Achtelik.

Unterschriftenaktion unterstützt Forderung der IG Metall

Stattdessen fordert die IG Metall von der Landes- und Bundespolitik, dass die einseitige Belastung der Versicherten beendet und die vollständige Parität wieder hergestellt wird. "Wir haben dazu in den Betrieben eine Unterschriftenaktion gestartet und werden die gesammelten Listen später den örtlichen Landtags- und Bundestagsabgeordneten übergeben", berichtet die Gewerkschaftssekretärin.

16. März 2016 | Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie

Verhandlungen nach zwei Stunden unterbrochen – ohne Angebot

Unterstützung für die Forderungen der IG Metall kam in Koblenz auch aus Nordhessen

Die Forderung der IG Metall nach Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen um fünf Prozent hielten die Arbeitgeber der Mittelgruppe in der ersten Verhandlung in Koblenz für weit überzogen. Die Tarifabschlüsse der vergangenen Jahre seien sehr oder gar zu hoch gewesen. Nach zwei Stunden wurden die Verhandlungen unterbrochen, ohne dass die Arbeitgeber ein Angebot gemacht haben.

Über 1.500 Metallerinnen und Metaller nahmen an der Kundgebung zum Tarifauftakt teil und demonstrierten vor dem Verhandlungslokal, um unserer Forderung Nachdruck zu verleihen. Auch aus Kassel sind Kolleginnen und Kollegen nach Koblenz gereist um die Arbeitnehmerseite zu unterstützen.

Die guten Argumente sind auf unserer Seite: Nichts deutet darauf hin, dass die Metall- und Elektroindustrie in eine Krise rutscht. Die Binnenkonjunktur läuft wie geschmiert, dazu haben nicht zuletzt die guten Tarifabschlüsse der vergangenen Jahre beigetragen. Am 15. April geht es in Darmstadt für die Tarifgebiete Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland in die zweite Runde.

27. Februar 2016 | Delegiertenversammlung

Oliver Dietzel erneut an die Spitze der IG Metall Nordhessen gewählt

Oliver Dietzel und Elke Volkmann wurden von den Delegierten mit großer Mehrheit bestätigt. (Foto: Uwe Zucchi)

Oliver Dietzel ist am Samstag in Baunatal mit 98,8 Prozent der Stimmen erneut zum Ersten Bevollmächtigten der IG Metall Nordhessen gewählt worden. Der 44-Jährige steht damit für weitere vier Jahre an der Spitze der größten nordhessischen Gewerkschaft. „Wir haben heute über 42.300 Mitglieder, das ist die höchste Zahl seit über einem Jahrzehnt“, sagte Dietzel vor den 175 Delegierten in der Stadthalle Baunatal. Man habe in den vergangenen vier Jahren 7.618 neue Mitglieder aufgenommen, darunter 3.435 junge Menschen. „Diese Zahlen zeigen, dass wir als zukunftsfähige Kraft wahrgenommen werden“, sagte Dietzel.  

Die Arbeit der IG Metall Nordhessen sei so erfolgreich, weil sie auf dem ehrenamtlichen Einsatz von tausenden Mitgliedern beruhe. „Nur so waren wir in der Lage, in den vergangenen vier Jahren die Löhne in der Metall- und Elektroindustrie um insgesamt 13,9 Prozent zu erhöhen“, sagte Dietzel. Ohne die IG Metall hätte es zudem die Rente ab 63 für langjährig Versicherte sowie Verbesserungen bei der Erwerbsminderungsrente nicht gegeben. „Und gemeinsam mit den DGB-Gewerkschaften haben wir dafür gesorgt, dass Deutschland endlich einen Mindestlohn bekommt“, sagte er. Die von den Arbeitgebern prognostizierten negativen Auswirkungen der Einführung des Mindestlohns seien nicht eingetreten.

Die IG Metall ist modern und durchsetzungsfähig

Zwar werde die IG Metall in der Öffentlichkeit hauptsächlich an den von ihr durchgesetzten Tariferhöhungen gemessen. „Aber unsere Mitglieder merken sehr genau, dass wir unsere Arbeit stetig erneuern und modernisieren“, sagte Dietzel. „Wir sind ansprechbar, wir sind vernetzt, wir kümmern uns um Zukunftsthemen“, sagte der Gewerkschafter. Künftig werde die Frage nach arbeitnehmerfreundlichen Arbeitszeitmodellen und flexiblen Ausstiegen aus dem Berufsleben eine stärkere Rolle spielen. „In der Tarifpolitik geht es neben der Erhöhung der Entgelte auch um die Regelung von Arbeitsbedingungen“, sagte Dietzel. Dank der hervorragenden ehrenamtlichen Strukturen habe die IG Metall einen umfassenden Einblick in die Bedürfnisse und Wünsche der Beschäftigten. „Und die setzen wir Stück für Stück um“, kündigte er an.

Elke Volkmann bleibt Zweite Bevollmächtigte

Zweite Bevollmächtigte bleibt Elke Volkmann (56) aus Sontra. Sie erhielt von den Delegierten 97 Prozent der Stimmen. Neben Dietzel und Volkmann wurden 17 Beisitzer in den Ortsvorstand der IG Metall Nordhessen gewählt, fünf von ihnen erstmals. Jüngstes Mitglied des neuen Vorstands ist mit Carolin Geist (25) eine Jugend- und Auszubildendenvertreterin von Volkswagen. Ältestes Mitglied bleibt mit Inge Unzicker (73) eine Vertreterin des „Arbeitskreises Außerbetriebliche Gewerkschaftsarbeit“ der IG Metall Nordhessen, in dem Rentner, Schüler und Studierende organisiert sind.

Zudem sind zahlreiche Betriebsratsvorsitzende in den Ortsvorstand gewählt worden: Christian Dölle (Stiebel Eltron, Eschwege), Matthias Godzik (Viessmann, Frankenberg), Christa Haidu (KMW, Kassel), Benjamin Heinicke (GE Grid, Kassel) und Harald Töpfer (RMMV, Kassel). Als stellvertretende Betriebsratsvorsitzende gehören dem Gremium außerdem Ulrike Jakob (Volkswagen, Baunatal) und Holger Ebrecht (Elektro Brückmann, Kassel) an.

Klare Antwort auf Rechtspopulismus und Menschenfeindlichkeit

Dietzel kündigte eine „klare Antwort der IG Metall“ auf rechtspopulistische, rechtsextreme und menschenfeindliche Bewegungen an. „Wir wollen in einer Gesellschaft leben, die Menschen und Menschenrechte respektiert und schätzt“, sagte Dietzel vor den Delegierten. „Wo immer von Rechtsextremen die Spaltung unserer Gesellschaft betrieben wird, werden wir dem offen und entschieden entgegentreten“, kündigte er an. Die von rechts betriebene Entsolidarisierung richte sich auch gegen die Beschäftigten in den Metallbetrieben. „Die Frage nach einer gerechten Verteilung von Wohlstand wird nur von uns gestellt, nicht von den Rechten“, betonte Dietzel.

 Die Sicherung von Arbeitsplätzen und die Schaffung guter Arbeitsbedingungen sei den Rechtspopulisten schlicht egal. „Wir werden diese Gesellschaft nur dann konstruktiv verändern können, wenn wir auf Solidarität bauen und nicht auf Angst und Hass“, sagte Dietzel. Ein Schwerpunkt sei in dieser Hinsicht die Kampagne der IG Metall für eine gerechte, paritätische Finanzierung der Krankenversicherung, die in den kommenden Monaten laufen werde.

24. Februar 2016 | Tarifrunde M+E

Aktionsausschuss: Alle bereit für die Tarifrunde 2016!

Aktionsausschuss: Gemeinsam für ein Plus bei den Entgelten

Mit welcher Forderung und mit welchen Argumenten geht die IG Metall in die Tarifrunde 2016? Mit dieser Frage beschäftigten sich heute zahlreiche Funktionäre aus nordhessischen Metallbetrieben im Rahmen des Aktionsausschusses der IG Metall Nordhessen im DGB-Haus in Kassel. 

Unter der Leitung von Gewerkschaftssekretär Walter Brück (auf unserem Foto links am Flipchart) entwickelte sich eine spannende Diskussion mit den betrieblichen Funktionsträgern. Sie zeigten sich entschlossen und kämpferisch, die Forderungen der IG Metall erfolgreich durchzusetzen. Die IG Metall Nordhessen ist als starke Gemeinschaft für die bevorstehende Tarifrunde also gut gerüstet.

22. Februar 2016 | Personengruppen

Flucht und Asyl: Alle tragen etwas bei

Bild zum Thema Asyl
Bernd Löffler, Karolin Vallentin und Tahmiena Azhar-Shams planen die Aktivitäten zum Thema Flucht und Asyl.

Die IG Metall Nordhessen organisiert ab März eine Reihe von Veranstaltungen zu den Themen Flucht und Asyl. Getragen werden die Angebote von den Personengruppen, die damit Themen außerhalb der angestammten Arbeitsgebiete bearbeiten. "Bei der gemeinsamen Klausur der Personengruppen Anfang des Jahres wurde klar, dass Flucht und Asyl bei allen auf dem Themenplan steht", sagt IG Metall-Sekretär Bernd Löffler. Also beschloss man, koordiniert aktiv zu werden.

26. Januar 2016 | Jugend & Angestellte

IG Metall am Puls der Zeit: Digitalisierung der Arbeit

Matthias Ammer (IG Metall Jugend), Christian Wetekam (Angestelltenausschuss), Elke Volkmann (2. Bevollmächtigte), Dr. Six Silberman und Lutz Geydan (IG Metall)

Wie wird das digitale Crowdworking die betriebliche Realität verändern? Diese Frage stand Ende Januar im Mittelpunkt unserer Veranstaltung "Vernetzte Konkurrenz". Experte Dr. Six Silberman gab informative Einblicke in die Welt der digitalen Arbeiter, die zumeist vereinzelt arbeiten und keinerlei Schutz durch Tarifverträge genießen.

Die spannende Diskussion mit Silberman machte klar, dass die IG Metall Nordhessen mit dieser Veranstaltung ein wichtiges Thema aufgegriffen hat. Solidarität und gewerkschaftliche Durchsetzungsfähigkeit sind nur möglich, wenn wir Veränderungen der Arbeitswelt kritisch analysieren und zeitgemäß beantworten.

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