Internationaler Frauentag 2017

Zwei Veranstaltungen stellen Interessen von Frauen in den Mittelpunkt

Zum Internationalen Frauentag 2017 gibt es zwei Veranstaltung der IG Metall Nordhessen. Am 11. März 2017 wird unter dem Titel "Von der Entgeltlücke zur Rentenlücke?" diskutiert, was getan werden muss, um Altersarmut von Frauen zu verhindern. Und am 14. März 2017 tagen weibliche Betriebsratsangehörige zum Thema "Digitalisierung der Arbeit".

Wir freuen uns auf zahlreiche Anmeldungen – die Einladungen mit allen Informationen gibt es hier:

26. Januar 2017 | Krankenversicherungsbeiträge

10.000 Unterschriften an Gesundheitspolitiker Edgar Franke übergeben

V.l.n.r.: Renate Müller (AGA), Christa Haidu (KMW), Stephan Bring (RMMV), Oliver Dietzel, Elke Volkmann, Stefan Pilz (Daimler Werk) und Dr. Edgar Franke (MdB, SPD).

Rund 10.000 Nordhessinnen und Nordhessen setzen sich mit ihrer Unterschrift für die Rückkehr zur paritätischen Finanzierung der Krankenkassenbeiträge ein. „Die Menschen finden es ungerecht, dass sie mittlerweile über die Zusatzbeiträge deutlich mehr in die Krankenversicherung einzahlen als ihre Arbeitgeber“, sagt der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Nordhessen, Oliver Dietzel. Zusammen mit Vertreterinnen und Vertretern aus nordhessischen Metallbetrieben übergab Dietzel die Unterschriften am Montag in Kassel an den Vorsitzenden des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestags, Dr. Edgar Franke (SPD). Bundesweit hat die IG Metall im Rahmen der Aktion über 300.000 Unterschriften gesammelt.

Menschen haben dazu klare Meinung

"Gesundheit ist ein ganz wichtiges Thema für unsere Mitglieder“, sagte die Zweite Bevollmächtigte der IG Metall Nordhessen, Elke Volkmann. „Wir werden uns im bevorstehenden Bundestagswahlkampf für eine gerechte Finanzierung der Gesundheitskosten einsetzen“, sagte sie. „Das heißt ganz klar: Einseitige Zusatzbeiträge zulasten der Arbeitnehmer sind unfair“, so die Gewerkschafterin. Die Unterschriftenaktion sei in seinem Betrieb sehr gut gelaufen, berichtete der Vorsitzende des Vertrauenskörpers bei Daimler in Kassel, Stefan Pilz. Das bestätigte auch der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende von RMMV in Kassel, Stephan Bring: „Gerade angesichts der zunehmenden körperlichen und psychischen Belastungen am Arbeitsplatz finden die Leute es nur fair, dass die Gesundheitskosten zu gleichen Teilen von Arbeitgebern und Beschäftigten getragen werden“, sagte er. Auch die Betriebsratsvorsitzende von KMW Kassel, Christa Haidu, betonte die Wichtigkeit des Themas: „Wir brauchen hier wirklich eine Kostenbremse für die Arbeitnehmer.“

Franke: SPD hat sich klar positioniert

Die Gewerkschafter übergaben die rund 10.000 Unterschriften an den Bundestagsabgeordneten und Gesundheitspolitiker Dr. Edgar Franke. Franke sagte, der durch die Zusatzbeiträge finanzierte medizinische Fortschritt dürfe nicht mehr allein von den Arbeitnehmern getragen werden. „Wir haben uns als SPD hier klar positioniert“, sagte der Abgeordnete. Seine Partei werde das Thema bei möglichen Koalitionsverhandlungen nach der Bundestagswahl entsprechend in den Vordergrund rücken. Das Gespräch mit den Gewerkschaftern sei eine Ermutigung, Gesundheit als Gerechtigkeitsthema anzusehen und dies in konkrete Politik umzusetzen.

16. Januar 2017 | Beschäftigtenbefragung

IG Metall Nordhessen verteilt zehntausende Fragebögen

Elke Volkmann und Oliver Dietzel zeigen eine der zahlreichen Boxen, die in den nordhessischen Metallbetrieben zur Abgabe des Umfragebogens einladen. (Foto: Martin Sehmisch)

Die IG Metall Nordhessen hat am 16. Januar eine groß angelegte Beschäftigtenbefragung gestartet. "Unsere Betriebsratsmitglieder, Vertrauensleute und Jugendvertreter geben jetzt zehntausende Fragebögen in den Betrieben der Metallbranche aus", sagte der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Nordhessen, Oliver Dietzel. Die Gewerkschaft möchte herausfinden, welche Sorgen und Wünsche die Beschäftigten haben. "Ein Schwerpunkt der Befragung liegt auf der Gestaltung der Arbeitszeit", sagte die Zweite Bevollmächtigte, Elke Volkmann. Thematisiert werden sowohl die Belastungen von Arbeitnehmern in Schichtarbeit als auch Wünsche nach Arbeitszeitmodellen, die besondere Lebensphasen der Beschäftigten berücksichtigen. Auch der Einfluss von Digitalisierung und mobiler Arbeit werde erhoben.

Befragung läuft bis Ende Februar

Zur Teilnahme an der bundesweiten Aktion sind alle Beschäftigten in den von der IG Metall betreuten Branchen eingeladen. Die Befragung kann sowohl auf Papier als auch online abgegeben werden. Letzter Abgabetermin ist der 26. Februar. Bundesweit werden über 500.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet. Die IG Metall hatte 2013 erstmals eine bundesweite Befragung durchgeführt und mit über 450.000 Teilnehmern als großen Erfolg verbucht. Ergebnisse werden Tarifforderung für 2018 prägen "Die Ergebnisse für Nordhessen werden im Mai 2017 vorliegen und dann in unsere Diskussion der Tarifforderung in der Metall- und Elektroindustrie im Jahr 2018 einfließen", erklärte Oliver Dietzel. Die IG Metall zeige mit der Befragung erneut ihre Beteiligungsorientierung und Verankerung in den Betrieben. "Es ist unser Job, den Menschen in den Betrieben zuzuhören und ihre Bedürfnisse so gut wie möglich zu vertreten - dazu dient auch diese breit angelegte Aktion", sagte der Gewerkschafter. Nicht zuletzt werde die IG Metall die Befragungsergebnisse auch in den Bundestagswahlkampf einbringen.

14. Dezember 2016 | Aktionstag

400 Bombardier-Beschäftigte fordern Klarheit für ihre Jobs

Klare Haltung: 400 Teilnehmer beim Aktionstag für Jobsicherheit bei Bombardier. (Fotos: Martin Sehmisch)

Rund 400 Beschäftigte des Lokbauers Bombardier Transportation haben am Mittwochvormittag in Kassel an einer Aktion für die Sicherheit ihrer Arbeitsplätze teilgenommen. Sie versammelten sich auf Einladung der IG Metall vor dem Tor ihres Werks im Industriegebiet Mittelfeld. Dort forderte der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Nordhessen, Oliver Dietzel, klare Konzepte für die Zukunft des Unternehmens. "Das Management muss endlich eine positive Vision für Bombardier vorlegen, statt öffentlich über den Abbau von Arbeitsplätze zu spekulieren", sagte der Gewerkschafter. Der Vorsitzende des Betriebsrats von Bombardier Transportation Kassel, Markus Hohmann, forderte die Unternehmensleitung auf, "zur Besinnung zu kommen und gemeinsam mit den Beschäftigten die Zukunft zu gestalten". Durch die Hinhaltetaktik des Unternehmens würden die Beschäftigten derzeit "in ein Angstkorsett gezwängt".

Beschäftigte machten klar: Mit uns ist zu rechnen!

Der kanadische Konzern hatte im Oktober angekündigt, an den weltweiten Standorten seiner Zugsparte insgesamt rund 5.000 Arbeitsplätze streichen zu wollen. "Bis heute wissen Gesamtbetriebsrat und IG Metall nicht, was das für die deutschen Standorte konkret bedeuten soll", sagte der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Nordhessen, Oliver Dietzel. Die geschlossene Teilnahme der Frühschicht an der Aktion habe deutlich gemacht, dass die Beschäftigten bereit seien, sich für die Zukunft ihrer Arbeitsplätze einzusetzen. "Das ist ein klares Signal an das Management: Mit uns ist zu rechnen!", sagte er. An der Aktion nahmen auch Betriebsratsmitglieder und Vertrauensleute von RMMV, Daimler und Volkswagen teil.

29. November 2016 | Rechtsextremismus

Vortrag und Diskussion: "Die AfD ist keine Partei der Arbeitnehmer"

Alazar Measho, Tahmiena Azhar-Shams, Dr. Frank Klobes (IG Metall Nordhessen) und Referent Mark Haarfeldt

Über 50 Menschen haben am 29. November auf Einladung des Ortsmigrantenausschusses der IG Metall Nordhessen über die inhaltlichen Positionen und die ideologische Verortung der "Alternative für Deutschland" diskutiert. Referent Mark Haarfeldt vom Verein "Mach' meinen Kumpel nicht an!" informierte über das problematische Menschen- und Gesellschaftsbild der AfD. Er machte zudem klar, dass die AfD wirtschaftspolitisch keineswegs die Partei der Arbeitnehmer ist. 

Zuvor hatte der Vorsitzende des Ortsmigrantenausschusses, Alazar Measho, die Teilnehmer begrüßt und auf die Aktualität des Themas hingewiesen. Seine Stellvertreterin Tahmiena Azhar-Shams richtete sich mit einem Appell an die Runde, als sie sagte: "Ich möchte in einem bunten und freien Deutschland leben, in dem Platz für Minderheiten ist."

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