20. Mai 2016 | Tarifrunde VW

Tarifabschluss bei VW: 2,8 + 2 Prozent mehr Geld und weiterhin Altersteilzeit

Protestveranstaltung in Baunatal am 11. Mai 2016 (Foto: Martin Sehmisch)

Es gibt ein Tarifergebnis für die Beschäftigten der Volkswagen AG. Demnach steigen die Entgelte ab dem 1. September 2016 um 2,8 Prozent und ab dem 1. August 2017 um weitere 2 Prozent. Für Juni bis August 2016 zahlt das Unternehmen einen zusätzlichen Rentenbaustein in Höhe von 200 Euro (Auszubildende und Studierende im Praxisverbund: 100 Euro) auf die Rentenkonten der Beschäftigten ein. Die Laufzeit des Tarifvertrags beträgt 20 Monate bis Ende Januar 2018.

Die IG Metall konnte zudem die Verlängerung des Tarifvertrags Altersteilzeit bis Ende 2022 für Beschäftigte mit dem Geburtsjahr 1967 und älter erreichen. Weitere Punkte der Einigung: Die Erfolgsbeteiligung wird künftig im zweijährigen Rhytmus ausgezahlt. Und es soll an jedem Standort ein jährliches Ausbildungsymposium geben. Die starken Aktionen der VW-Beschäftigten haben sich damit klar gelohnt.

13. Mai 2016 | Tarifrunde M+E

Tarifabschluss: Mehr Geld erkämpft – und verdient!

Die Entgelte und Ausbildungsvergütungen für die Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland werden in zwei Stufen erhöht. Ab dem 1. Juli 2016 werden sie zunächst um 2,8 Prozent steigen. Für die Monate April bis Juni 2016 wird eine Einmalzahlung von 150 Euro geleistet. Um weitere 2,0 Prozent werden die Entgelte und Ausbildungsvergütungen ab dem 1. April 2017 erhöht. Insgesamt bedeutet dies eine tabellenwirksame Entgeltsteigerung von 4,8 Prozent bis zum Ende der Laufzeit.

Laufzeit: 21 Monate bis Ende 2017

Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 21 Monaten bis zum 31. Dezember 2017. Für die Einmalzahlung von 150 Euro und die zweite Stufe der Entgelterhöhung im Jahr 2017 wurde eine Differenzierungsklausel vereinbart, die es den Tarifvertragsparteien erlaubt, bei wirtschaftlichen Schwierigkeiten einzelner Unternehmen eine Verschiebung der Entgelterhöhung vorzunehmen. Dies sieht die Vereinbarung vor, die die IG Metall Mitte und die Arbeitgeberverbände Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland am Freitagmittag in Koblenz getroffen haben. Zuvor hatten erneut zehntausende Beschäftigte an Warnstreiks teilgenommen und damit die Verhandlungsposition der IG Metall gestärkt.

Oliver Dietzel: Tolle Unterstützung aus den Betrieben

Die IG Metall dankt rund 15.000 Beschäftigten, die seit dem Ende der Friedenspflicht an Warnstreiks in Nordhessen teilgenommen haben. "Wir haben gemeinsam gezeigt, dass unsere Aktionen gut begründet und wirksam sind – und wir haben in den Betrieben eine überwältigende Unterstützung erfahren", sagte der Erste Bevollmächtigte, Oliver Dietzel.

12. Mai 2016 | Tarifrunde M+E

Continental Bebra: 310 Beschäftigte legten die Arbeit nieder

310 Beschäftigte des Automobilzulieferers Continental in Bebra haben am Donnerstagmittag für zwei Stunden die Arbeit niedergelegt. Sie beteiligten sich damit an den Warnstreiks der IG Metall Nordhessen. Die Gewerkschaft fordert in den laufenden Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie 5 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Dass die Arbeitgeber zuletzt lediglich 2,1 Prozent auf 24 Monate angeboten hatten, bezeichnete die Zweite Bevollmächtigte der IG Metall Nordhessen, Elke Volkmann, als „Frechheit und eine Missachtung der täglichen Arbeitsleistung der Beschäftigten“. Die Arbeitnehmer hätten einen angemessene Lohnerhöhung verdient. „Und die ist für die Unternehmen auch verkraftbar“, sagte sie.

Jörg Bettenhausen: Unsere Mannschaft ist kampfbereit!

„Wir wollen keine Almosen, sondern unseren gerechten Teil am Erfolg des Unternehmens“, rief der Vertrauenskörperleiter von Continental Bebra, Jörg Bettenhausen, den Warnstreikenden zu. Sollte es bis Pfingsten keine Einigung mit den Arbeitgebern geben, „dann ist unsere Mannschaft kampfbereit“, sagte er. Elke Volkmann begrüßte den entschlossenen Warnstreik der Continental-Beschäftigten:<wbr></wbr> „Ihr gebt damit genau die richtige Antwort auf die Verweigerungshaltung der Arbeitgeber“, sagte sie. Sollten sich die Arbeitgeber nicht bewegen, seien die Beschäftigten in den nordhessischen Metallbetrieben ab der kommenden Woche auch bereit, in 24-Stunden-Warnstreiks zu treten.

11. Mai 2016 | Tarifrunden M+E sowie Volkswagen

Tarifverhandlungen: Über 10.000 legten die Arbeit nieder!

Mit einer sensationellen Beteiligung haben heute über 10.000 Beschäftigte die Tarifforderungen der IG Metall für die Metall- und Elektroindustrie sowie Volkswagen unterstützt. Am Vormittag gingen im Rahmen von verstärkten Warnstreiks über 3.000 Beschäftigte aus Kasseler Metallbetrieben auf die Straße und trafen sich zu einer gemeinsamen Kundgebung. Unterstützt wurden sie von Kolleginnen und Kollegen aus Eschwege, Calden und Helsa. Mittags versammelten sich dann 6.500 Volkswagen-Beschäftigte vor dem Werkstor in Baunatal und nahmen an einer Protestveranstaltung teil. Gleichzeitig gingen in Frankenberg 300 Menschen auf die Straße. Am Abend haben sich zudem über 500 Kolleginnen und Kollegen an verschiedenen Orten beteiligt. In der Nacht und am Donnerstag werden die Warnstreiks in einigen Betrieben fortgesetzt.

Keine Einigung bis Pfingsten = 24-Stunden-Warnstreiks!

"Diese überwältigende Beteiligung an unseren Aktionen zeigt, dass die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie selbstbewusst sind und die Forderung der IG Metall nach fünf Prozent mehr Geld geschlossen unterstützen", sagt der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Nordhessen, Oliver Dietzel. Und Bezirksleiter Jörg Köhlinger machte deutlich: "Wir sind einigungs-, aber auch kampfbereit. Falls es nicht vor Pfingsten zu einer Einigung kommt, werden wir mit 24-Stunden-Warnstreiks reagieren!"

4. Mai 2016 | Wir ziehen Bilanz

Sehr gute Beteiligung an erster Welle von Warnstreiks!

Die IG Metall Nordhessen hat eine positive Bilanz der ersten vier Warnstreiktage gezogen. „Es haben rund 3.600 Beschäftigte an den Warnstreiks teilgenommen“, sagte der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Nordhessen, Oliver Dietzel. Die Tarifforderung der IG Metall ist damit auf breite Unterstützung gestoßen. Arbeitsniederlegungen gab es in Kassel, Frankenberg, Calden, Eschwege, Bebra, Korbach, Volkmarsen und Hatzfeld.

Die Warnstreiks der IG Metall Nordhessen gehen Mitte kommender Woche mit einem großen Aktionstag in Kassel in die zweite Runde. Gemeinsam lassen wir nicht locker und erhöhen den Druck auf die Arbeitgeber.

Das Team der IG Metall Nordhessen dankt allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für den tollen Einsatz und die kämpferische Stimmung bei den Warnstreiks!

4. Mai 2016 | Tarifrunde M+E

200 Warnstreikende in Eschwege und Calden

Rund 200 Beschäftigte von Präwema, Stiebel Eltron und Pacoma haben am Mittwochvormittag in Eschwege an Warnstreiks der IG Metall Nordhessen teilgenommen. Sie unterstützten damit die Forderung der IG Metall nach 5 Prozent mehr Lohn. Hintergrund des Warnstreiks: Die Tarifverhandlungen mit den Arbeitgebern der Metall- und Elektroindustrie in Hessen, Thüringen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland hatten bis zuletzt zu keinem Ergebnis geführt. „Die Arbeitgeber haben kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt“, sagte die Zweite Bevollmächtigte der IG Metall Nordhessen, Elke Volkmann, bei einer Kundgebung vor dem Präwema-Werkstor. „Die Menschen in den Betrieben leisten gute Arbeit, die Auftragslage ist gut – und wir wollen für die Beschäftigten einen fairen Anteil am wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmen erreichen“, sagte sie.

Bei einer Kundgebung vor dem Tor von Stiebel Eltron bekräftigte der Betriebsratsvorsitzende Christian Dölle die Forderung der IG Metall. „Unser Unternehmen könnte diese Lohnerhöhung allemal verkraften“, sagte Dölle. Stiebel Eltron stehe wie viele anderen Betriebe der Metall- und Elektrobranche wirtschaftlich gut da. Seit Ende April haben in Nordhessen mehr als 3.000 Beschäftigte an Warnstreiks teilgenommen, darunter in Kassel, Frankenberg, Bebra und Calden.

3. Mai 2016 | Tarifrunde M+E

WIR für MEHR: 730 Warnstreikende in Kassel, Korbach und Volkmarsen

2. Mai 2016 | Tarifrunde M+E

Erneut Warnstreiks: 1.370 legten die Arbeit nieder

Rund 1.370 Beschäftigte aus der nordhessischen Metall- und Elektroindustrie haben am Montag zeitweise die Arbeit niedergelegt. Die IG Metall hatte erneut zu Warnstreiks aufgerufen, weil sie in der aktuellen Tarifauseinandersetzung noch kein verhandlungsfähiges Angebot von den Arbeitgebern erhalten hat. „Wir haben fünf Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von zwölf Monaten gefordert“, sagte der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Nordhessen, Oliver Dietzel. „Da wirken die angebotenen 2,1 Prozent auf 24 Monate für viele Beschäftigte bestenfalls wie ein schlechter Witz“, sagte der Gewerkschafter. Die geforderte Erhöhung sei maßvoll und für die Betriebe verkraftbar. „Wir haben in vielen Unternehmen volle Auftragsbücher und eine gute Lage – da haben die Beschäftigten definitiv eine angemessene Entgelterhöhung verdient“, sagte die Zweite Bevollmächtigte der IG Metall Nordhessen, Elke Volkmann, bei einer Kundgebung vor dem KMW-Werk in Kassel.

Warnstreik in Frankenberg und Hatzfeld

Am Warnstreik beteiligten sich am Vormittag in Kassel 500 Beschäftigte von Krauss-Maffei Wegmann sowie 700 Beschäftigte aus den Betrieben des Industriegebiets Mittelfeld, darunter RLS, Bombardier, RMMV und Henschel Antriebstechnik. Mittags gingen 120 Beschäftigte von Hettich in Frankenberg und 50 Beschäftigte von Frank Walz- und Schmiedetechnik in Hatzfeld (Eder) in den zeitweisen Ausstand. „Die Beteiligung ist hervorragend, die Bänder standen in allen heute betroffenen Werken still“, sagte Oliver Dietzel. „Die Arbeitgeber sollten das als Signal betrachten und schnell einen deutlichen Schritt auf die IG Metall zugehen“, sagte er.

1. Mai 2016 | Tag der Arbeit

Tausende in Nordhessen für mehr Solidarität auf der Straße

29. April 2016 | Tarifrunde M+E

Warnstreiks starten in Kassel und Bebra!

Die Tarifverhandlungen mit den Arbeitgebern der Metall- und Elektroindustrie in Hessen, Thüringen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland haben bislang zu keinem Ergebnis geführt. Die IG Metall fordert 5 Prozent mehr Geld. Die Arbeitgeber haben bis zuletzt kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt.

Starke Beteiligung bei Mercedes, KMW und Continental

Wir machen direkt nach Ablauf der Friedenspflicht klar, dass die Beschäftigten sich diese Spielchen der Arbeitgeber nicht gefallen lassen! Heute Nacht haben um 0.01 Uhr 230 Beschäftigte von Mercedes und 30 von KMW die Arbeit im Rahmen eines Warnstreiks niedergelegt. Um 6 Uhr folgte diesem Beispiel die gesamte Frühschicht von Continental in Bebra: 200 Beschäftigte legten dort die Arbeit nieder. Das Zeichen ist klar: Wir kämpfen für eine angemessene Erhöhung der Entgelte!

17. April 2016 | Unterschriftensammlung

Tausende für Beitragsgerechtigkeit

IG Metall-Sekretärinnen Anja Neumann (links) und Christine Brodde (rechts) (Foto: Martin Sehmisch)

Mehrere tausend Beschäftigte aus den nordhessischen Metallbetrieben haben sich bereits mit ihrer Unterschrift für die Rückkehr zur paritätischen Finanzierung von Krankenversicherungsbeiträgen eingesetzt. Die IG Metall fordert mit ihrer aktuellen Kampagne, dass Arbeitnehmer und Arbeitgeber die Finanzierung künftig wieder zu gleichen Teilen übernehmen sollen.

Unterstützen Sie diese Aktion jetzt mit Ihrer Unterschrift!

21. März 2016 | Unterschriftensammlung

Aktion: Für eine faire Finanzierung der Krankenversicherungsbeiträge!

Beitragsanteile in der gesetzlichen Krankenversicherung (2016). Die Arbeitnehmerbeiträge unterscheiden sich je nach Zusatzbeitrag der Kasse.

Die IG Metall fordert die Rückkehr zur paritätischen Finanzierung von Krankenversicherungsbeiträgen durch Arbeitnehmer und Arbeitgeber. "Die Krankenkassen-Briefe mit der Ankündigung eines erhöhten Zusatzbeitrags haben bei unseren Kolleginnen und Kollegen Empörung ausgelöst", sagte Anja Neumann-Achtelik von der IG Metall Nordhessen. Die Zusatzbelastung liegt jetzt im Durchschnitt bei 1,1 Prozent und wird absehbar steigen. "Je nach Einkommen sind das bis zu 47 Euro monatlich und 560 Euro jährlich", sagte sie. "Und die Arbeitgeber machen sich einen schlanken Fuß. Das kann so nicht weitergehen!"

Einseitige Belastung für die Versicherten

Der Zusatzbeitrag ist ungerecht, weil er einseitig die Versicherten belastet und die Arbeitgeber von der Finanzierung medizinischen Fortschritts und steigender Gesundheitskosten befreit. Zudem setzt der Zusatzbeitrag falsche Anreize, weil er die Kassen in einen Kostenwettbewerb um die Höhe der Beiträge zwingt. Dies heizt die Jagd nach jungen, gesunden Versicherten an, da diese für die Kassen „gute Risiken“ darstellen. "Statt über Versorgungsqualität und Nähe zu den Versicherten wird der Wettbewerb vorrangig über die Beitragshöhe ausgetragen", sagte Neumann-Achtelik.

Unterschriftenaktion unterstützt Forderung der IG Metall

Stattdessen fordert die IG Metall von der Landes- und Bundespolitik, dass die einseitige Belastung der Versicherten beendet und die vollständige Parität wieder hergestellt wird. "Wir haben dazu in den Betrieben eine Unterschriftenaktion gestartet und werden die gesammelten Listen später den örtlichen Landtags- und Bundestagsabgeordneten übergeben", berichtet die Gewerkschaftssekretärin.

16. März 2016 | Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie

Verhandlungen nach zwei Stunden unterbrochen – ohne Angebot

Unterstützung für die Forderungen der IG Metall kam in Koblenz auch aus Nordhessen

Die Forderung der IG Metall nach Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen um fünf Prozent hielten die Arbeitgeber der Mittelgruppe in der ersten Verhandlung in Koblenz für weit überzogen. Die Tarifabschlüsse der vergangenen Jahre seien sehr oder gar zu hoch gewesen. Nach zwei Stunden wurden die Verhandlungen unterbrochen, ohne dass die Arbeitgeber ein Angebot gemacht haben.

Über 1.500 Metallerinnen und Metaller nahmen an der Kundgebung zum Tarifauftakt teil und demonstrierten vor dem Verhandlungslokal, um unserer Forderung Nachdruck zu verleihen. Auch aus Kassel sind Kolleginnen und Kollegen nach Koblenz gereist um die Arbeitnehmerseite zu unterstützen.

Die guten Argumente sind auf unserer Seite: Nichts deutet darauf hin, dass die Metall- und Elektroindustrie in eine Krise rutscht. Die Binnenkonjunktur läuft wie geschmiert, dazu haben nicht zuletzt die guten Tarifabschlüsse der vergangenen Jahre beigetragen. Am 15. April geht es in Darmstadt für die Tarifgebiete Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland in die zweite Runde.

27. Februar 2016 | Delegiertenversammlung

Oliver Dietzel erneut an die Spitze der IG Metall Nordhessen gewählt

Oliver Dietzel und Elke Volkmann wurden von den Delegierten mit großer Mehrheit bestätigt. (Foto: Uwe Zucchi)

Oliver Dietzel ist am Samstag in Baunatal mit 98,8 Prozent der Stimmen erneut zum Ersten Bevollmächtigten der IG Metall Nordhessen gewählt worden. Der 44-Jährige steht damit für weitere vier Jahre an der Spitze der größten nordhessischen Gewerkschaft. „Wir haben heute über 42.300 Mitglieder, das ist die höchste Zahl seit über einem Jahrzehnt“, sagte Dietzel vor den 175 Delegierten in der Stadthalle Baunatal. Man habe in den vergangenen vier Jahren 7.618 neue Mitglieder aufgenommen, darunter 3.435 junge Menschen. „Diese Zahlen zeigen, dass wir als zukunftsfähige Kraft wahrgenommen werden“, sagte Dietzel.  

Die Arbeit der IG Metall Nordhessen sei so erfolgreich, weil sie auf dem ehrenamtlichen Einsatz von tausenden Mitgliedern beruhe. „Nur so waren wir in der Lage, in den vergangenen vier Jahren die Löhne in der Metall- und Elektroindustrie um insgesamt 13,9 Prozent zu erhöhen“, sagte Dietzel. Ohne die IG Metall hätte es zudem die Rente ab 63 für langjährig Versicherte sowie Verbesserungen bei der Erwerbsminderungsrente nicht gegeben. „Und gemeinsam mit den DGB-Gewerkschaften haben wir dafür gesorgt, dass Deutschland endlich einen Mindestlohn bekommt“, sagte er. Die von den Arbeitgebern prognostizierten negativen Auswirkungen der Einführung des Mindestlohns seien nicht eingetreten.

Die IG Metall ist modern und durchsetzungsfähig

Zwar werde die IG Metall in der Öffentlichkeit hauptsächlich an den von ihr durchgesetzten Tariferhöhungen gemessen. „Aber unsere Mitglieder merken sehr genau, dass wir unsere Arbeit stetig erneuern und modernisieren“, sagte Dietzel. „Wir sind ansprechbar, wir sind vernetzt, wir kümmern uns um Zukunftsthemen“, sagte der Gewerkschafter. Künftig werde die Frage nach arbeitnehmerfreundlichen Arbeitszeitmodellen und flexiblen Ausstiegen aus dem Berufsleben eine stärkere Rolle spielen. „In der Tarifpolitik geht es neben der Erhöhung der Entgelte auch um die Regelung von Arbeitsbedingungen“, sagte Dietzel. Dank der hervorragenden ehrenamtlichen Strukturen habe die IG Metall einen umfassenden Einblick in die Bedürfnisse und Wünsche der Beschäftigten. „Und die setzen wir Stück für Stück um“, kündigte er an.

Elke Volkmann bleibt Zweite Bevollmächtigte

Zweite Bevollmächtigte bleibt Elke Volkmann (56) aus Sontra. Sie erhielt von den Delegierten 97 Prozent der Stimmen. Neben Dietzel und Volkmann wurden 17 Beisitzer in den Ortsvorstand der IG Metall Nordhessen gewählt, fünf von ihnen erstmals. Jüngstes Mitglied des neuen Vorstands ist mit Carolin Geist (25) eine Jugend- und Auszubildendenvertreterin von Volkswagen. Ältestes Mitglied bleibt mit Inge Unzicker (73) eine Vertreterin des „Arbeitskreises Außerbetriebliche Gewerkschaftsarbeit“ der IG Metall Nordhessen, in dem Rentner, Schüler und Studierende organisiert sind.

Zudem sind zahlreiche Betriebsratsvorsitzende in den Ortsvorstand gewählt worden: Christian Dölle (Stiebel Eltron, Eschwege), Matthias Godzik (Viessmann, Frankenberg), Christa Haidu (KMW, Kassel), Benjamin Heinicke (GE Grid, Kassel) und Harald Töpfer (RMMV, Kassel). Als stellvertretende Betriebsratsvorsitzende gehören dem Gremium außerdem Ulrike Jakob (Volkswagen, Baunatal) und Holger Ebrecht (Elektro Brückmann, Kassel) an.

Klare Antwort auf Rechtspopulismus und Menschenfeindlichkeit

Dietzel kündigte eine „klare Antwort der IG Metall“ auf rechtspopulistische, rechtsextreme und menschenfeindliche Bewegungen an. „Wir wollen in einer Gesellschaft leben, die Menschen und Menschenrechte respektiert und schätzt“, sagte Dietzel vor den Delegierten. „Wo immer von Rechtsextremen die Spaltung unserer Gesellschaft betrieben wird, werden wir dem offen und entschieden entgegentreten“, kündigte er an. Die von rechts betriebene Entsolidarisierung richte sich auch gegen die Beschäftigten in den Metallbetrieben. „Die Frage nach einer gerechten Verteilung von Wohlstand wird nur von uns gestellt, nicht von den Rechten“, betonte Dietzel.

 Die Sicherung von Arbeitsplätzen und die Schaffung guter Arbeitsbedingungen sei den Rechtspopulisten schlicht egal. „Wir werden diese Gesellschaft nur dann konstruktiv verändern können, wenn wir auf Solidarität bauen und nicht auf Angst und Hass“, sagte Dietzel. Ein Schwerpunkt sei in dieser Hinsicht die Kampagne der IG Metall für eine gerechte, paritätische Finanzierung der Krankenversicherung, die in den kommenden Monaten laufen werde.

24. Februar 2016 | Tarifrunde M+E

Aktionsausschuss: Alle bereit für die Tarifrunde 2016!

Aktionsausschuss: Gemeinsam für ein Plus bei den Entgelten

Mit welcher Forderung und mit welchen Argumenten geht die IG Metall in die Tarifrunde 2016? Mit dieser Frage beschäftigten sich heute zahlreiche Funktionäre aus nordhessischen Metallbetrieben im Rahmen des Aktionsausschusses der IG Metall Nordhessen im DGB-Haus in Kassel. 

Unter der Leitung von Gewerkschaftssekretär Walter Brück (auf unserem Foto links am Flipchart) entwickelte sich eine spannende Diskussion mit den betrieblichen Funktionsträgern. Sie zeigten sich entschlossen und kämpferisch, die Forderungen der IG Metall erfolgreich durchzusetzen. Die IG Metall Nordhessen ist als starke Gemeinschaft für die bevorstehende Tarifrunde also gut gerüstet.

22. Februar 2016 | Personengruppen

Flucht und Asyl: Alle tragen etwas bei

Bild zum Thema Asyl
Bernd Löffler, Karolin Vallentin und Tahmiena Azhar-Shams planen die Aktivitäten zum Thema Flucht und Asyl.

Die IG Metall Nordhessen organisiert ab März eine Reihe von Veranstaltungen zu den Themen Flucht und Asyl. Getragen werden die Angebote von den Personengruppen, die damit Themen außerhalb der angestammten Arbeitsgebiete bearbeiten. "Bei der gemeinsamen Klausur der Personengruppen Anfang des Jahres wurde klar, dass Flucht und Asyl bei allen auf dem Themenplan steht", sagt IG Metall-Sekretär Bernd Löffler. Also beschloss man, koordiniert aktiv zu werden.

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