16. Januar 2017 | Beschäftigtenbefragung

IG Metall Nordhessen verteilt zehntausende Fragebögen

Elke Volkmann und Oliver Dietzel zeigen eine der zahlreichen Boxen, die in den nordhessischen Metallbetrieben zur Abgabe des Umfragebogens einladen. (Foto: Martin Sehmisch)

Die IG Metall Nordhessen hat am 16. Januar eine groß angelegte Beschäftigtenbefragung gestartet. "Unsere Betriebsratsmitglieder, Vertrauensleute und Jugendvertreter geben jetzt zehntausende Fragebögen in den Betrieben der Metallbranche aus", sagte der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Nordhessen, Oliver Dietzel. Die Gewerkschaft möchte herausfinden, welche Sorgen und Wünsche die Beschäftigten haben. "Ein Schwerpunkt der Befragung liegt auf der Gestaltung der Arbeitszeit", sagte die Zweite Bevollmächtigte, Elke Volkmann. Thematisiert werden sowohl die Belastungen von Arbeitnehmern in Schichtarbeit als auch Wünsche nach Arbeitszeitmodellen, die besondere Lebensphasen der Beschäftigten berücksichtigen. Auch der Einfluss von Digitalisierung und mobiler Arbeit werde erhoben.

Befragung läuft bis Ende Februar

Zur Teilnahme an der bundesweiten Aktion sind alle Beschäftigten in den von der IG Metall betreuten Branchen eingeladen. Die Befragung kann sowohl auf Papier als auch online abgegeben werden. Letzter Abgabetermin ist der 26. Februar. Bundesweit werden über 500.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet. Die IG Metall hatte 2013 erstmals eine bundesweite Befragung durchgeführt und mit über 450.000 Teilnehmern als großen Erfolg verbucht. Ergebnisse werden Tarifforderung für 2018 prägen "Die Ergebnisse für Nordhessen werden im Mai 2017 vorliegen und dann in unsere Diskussion der Tarifforderung in der Metall- und Elektroindustrie im Jahr 2018 einfließen", erklärte Oliver Dietzel. Die IG Metall zeige mit der Befragung erneut ihre Beteiligungsorientierung und Verankerung in den Betrieben. "Es ist unser Job, den Menschen in den Betrieben zuzuhören und ihre Bedürfnisse so gut wie möglich zu vertreten - dazu dient auch diese breit angelegte Aktion", sagte der Gewerkschafter. Nicht zuletzt werde die IG Metall die Befragungsergebnisse auch in den Bundestagswahlkampf einbringen.

14. Dezember 2016 | Aktionstag

400 Bombardier-Beschäftigte fordern Klarheit für ihre Jobs

Klare Haltung: 400 Teilnehmer beim Aktionstag für Jobsicherheit bei Bombardier. (Fotos: Martin Sehmisch)

Rund 400 Beschäftigte des Lokbauers Bombardier Transportation haben am Mittwochvormittag in Kassel an einer Aktion für die Sicherheit ihrer Arbeitsplätze teilgenommen. Sie versammelten sich auf Einladung der IG Metall vor dem Tor ihres Werks im Industriegebiet Mittelfeld. Dort forderte der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Nordhessen, Oliver Dietzel, klare Konzepte für die Zukunft des Unternehmens. "Das Management muss endlich eine positive Vision für Bombardier vorlegen, statt öffentlich über den Abbau von Arbeitsplätze zu spekulieren", sagte der Gewerkschafter. Der Vorsitzende des Betriebsrats von Bombardier Transportation Kassel, Markus Hohmann, forderte die Unternehmensleitung auf, "zur Besinnung zu kommen und gemeinsam mit den Beschäftigten die Zukunft zu gestalten". Durch die Hinhaltetaktik des Unternehmens würden die Beschäftigten derzeit "in ein Angstkorsett gezwängt".

Beschäftigte machten klar: Mit uns ist zu rechnen!

Der kanadische Konzern hatte im Oktober angekündigt, an den weltweiten Standorten seiner Zugsparte insgesamt rund 5.000 Arbeitsplätze streichen zu wollen. "Bis heute wissen Gesamtbetriebsrat und IG Metall nicht, was das für die deutschen Standorte konkret bedeuten soll", sagte der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Nordhessen, Oliver Dietzel. Die geschlossene Teilnahme der Frühschicht an der Aktion habe deutlich gemacht, dass die Beschäftigten bereit seien, sich für die Zukunft ihrer Arbeitsplätze einzusetzen. "Das ist ein klares Signal an das Management: Mit uns ist zu rechnen!", sagte er. An der Aktion nahmen auch Betriebsratsmitglieder und Vertrauensleute von RMMV, Daimler und Volkswagen teil.

29. November 2016 | Rechtsextremismus

Vortrag und Diskussion: "Die AfD ist keine Partei der Arbeitnehmer"

Alazar Measho, Tahmiena Azhar-Shams, Dr. Frank Klobes (IG Metall Nordhessen) und Referent Mark Haarfeldt

Über 50 Menschen haben am 29. November auf Einladung des Ortsmigrantenausschusses der IG Metall Nordhessen über die inhaltlichen Positionen und die ideologische Verortung der "Alternative für Deutschland" diskutiert. Referent Mark Haarfeldt vom Verein "Mach' meinen Kumpel nicht an!" informierte über das problematische Menschen- und Gesellschaftsbild der AfD. Er machte zudem klar, dass die AfD wirtschaftspolitisch keineswegs die Partei der Arbeitnehmer ist. 

Zuvor hatte der Vorsitzende des Ortsmigrantenausschusses, Alazar Measho, die Teilnehmer begrüßt und auf die Aktualität des Themas hingewiesen. Seine Stellvertreterin Tahmiena Azhar-Shams richtete sich mit einem Appell an die Runde, als sie sagte: "Ich möchte in einem bunten und freien Deutschland leben, in dem Platz für Minderheiten ist."

18. November 2016 | Bildung mit der IG Metall

70 engagierte Betriebsratsmitglieder tagten in Willingen

Dialog über praktische Perspektiven, Ideen entwickeln für die Betriebsratsarbeit, Input und neues Wissen durch Fachleute – das alles bietet das Betriebsräte-Forum der IG Metall Nordhessen. Rund 70 Betriebsratsmitglieder haben am 17. und 18. November am Forum teilgenommen, das wir erstmals zweitägig angeboten haben. Die Kolleginnen und Kollegen fahren heute mit wichtigem neuen Wissen für ihre Tätigkeit im Interesse der Beschäftigten nach Hause. Wir danken für die gute Teilnehmerzahl und die engagierten Diskussionen – und bleiben im Gespräch!

3. November 2016 | 4. Angestelltenforum

Indirekte Steuerung: Alles auf die Arbeitnehmer abschieben?

Rund 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen am Donnerstagabend zum 4. Angestelltenforum der IG Metall Nordhessen. Sie hörten einen fundierten, kritischen Vortrag des Philosophen Stephan Siemens über die Managementstrategie "Indirekte Steuerung". Im Rahmen dieser Führungsstrategie wird der Druck der Märkte und somit die unternehmerische Verantwortung auf die Beschäftigten übertragen. Aus Sicht der Arbeitnehmer eine problematische Entwicklung, wenn auch nicht ohne Chancen.

Zur Veranschaulichung des Themas trug neben dem Referenten und den Diskussionsteilnehmern auch das "Fast Forward Theatre" bei. Das Schauspieler-Duo nahm – ausgehend von Stichworten aus dem Publikum – die Probleme und Schwierigkeiten, die aus indirekter Steuerung resultieren, treffend aufs Korn. 

Vernetzung

Nachrichten für:

Bild zum Thema Frauen
Bild zum Thema Handwerker in der IG Metall Nordhessen
Bild zum Thema Angestellte in der IG Metall Nordhessen
Bild zum Thema Jugend

Aktuelle Kampagnen

Jetzt Mitglied werden