23.01.2018 | Tarifrunde Metall- und Elektroindustrie 2018

Über 3.000 bei Sternmarsch der IG Metall in Kassel

Rund 3.000 Beschäftigte aus ganz Nordhessen haben heute für mehrere Stunden die Arbeit niedergelegt, um an einem Sternmarsch der IG Metall in Kassel teilzunehmen. "Wir erwarten ernsthafte Verhandlungen über faire Entgelterhöhungen sowie familiengerechte und gesundheitsförderliche Arbeitszeiten", sagte die Zweite Vorsitzende der IG Metall, Christiane Benner, bei einer Kundgebung auf der Holländischen Straße. Tausende Warnstreikteilnehmer waren zuvor aus allen Richtungen zum Kundgebungsort geströmt, darunter auch hunderte aus Betrieben in den Landkreisen.

"So sieht das aus, wenn man sich mit den Beschäftigten der Metallbranche anlegt", sagte die Zweite Bevollmächtigte der IG Metall Nordhessen, Elke Volkmann. In zahlreichen Kasseler Betrieben lief während des Warnstreik nichts mehr. "Das ist unsere letzte Warnung an die Arbeitgeber", rief Volkmann den Kundgebungsteilnehmern zu. "Wenn sie jetzt immer noch nicht verstehen, dann gibt es ganztägige Warnstreiks, und wenn nötig auch unbefristete Streiks", kündigte sie an. Die IG Metall und die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie seien kampfbereit. "Das haben die sehr gute Beteiligung und die hervorragende Stimmung bei unseren Warnstreiks gezeigt", sagte Volkmann. Auch die Zweite Vorsitzende der IG Metall, Christiane Benner, lobte den Einsatz der Beschäftigten: "Mit einer fulminanten Warnstreik-Beteiligung in den letzten Wochen haben die Kolleginnen und Kollegen aus Kassel und ganz Deutschland die richtige Antwort auf die Verweigerungs-Haltung der Metall-Arbeitgeber gegeben."

Warnstreiks auch in der Nacht auf Mittwoch

Die kraftvollen Warnstreiks wurden auch in der Nacht auf Mittwoch fortgesetzt. Es beteiligten sich rund 750 Beschäftigte von Daimler, KMW, GE Grid, Gebrüder Bode, Senior Flexonics, Stiebel Eltron und Pacoma. "Die starken Aktionen der Spät- und Nachtschichten haben erneut bewiesen, dass Beschäftigte und IG Metall kampfbereit sind, wenn die Arbeitgeber sich nicht endlich bewegen", sagte der Zweite Bevollmächtigte der IG Metall Nordhessen, Elke Volkmann.

Die Forderung der IG Metall

Die IG Metall fordert für die rund 3,9 Millionen Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie eine Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen von 6 Prozent für eine Laufzeit von 12 Monaten. Zudem will die IG Metall einen individuellen Anspruch auf Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit auf bis zu 28 Stunden für einen Zeitraum von bis zu 24 Monaten durchsetzen. Wer dies nutzt, um familiären Verpflichtungen nachzukommen, soll bei einer Arbeitszeitverkürzung um mindestens 3,5 Stunden einen Zuschuss von 200 Euro im Monat erhalten. Damit soll es auch Beschäftigten mit geringeren Einkommen ermöglicht werden, Arbeit und Privatleben besser zu vereinbaren. Auch bei Schichtarbeit und anderen, besonders belastenden Arbeitszeitmodellen soll es für die "kurze Vollzeit" einen Entgeltzuschuss für zusätzliche Freischichten geben. "Die Forderung trägt der sehr guten wirtschaftlichen Situation der Branche Rechnung", sagte die Zweite Bevollmächtigte der IG Metall Nordhessen, Elke Volkmann. Die geforderte Entgelterhöhung werde die Wirtschaft in Deutschland zusätzlich ankurbeln und damit die Konjunktur stärken.

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