19.01.2018 | Tarifrunde Metall- und Elektroindustrie

Warnstreik bei Continental: 350 legten die Arbeit nieder

Rund 350 Beschäftigte des Automobilzulieferers Continental haben am Freitagmittag ihre Arbeit für zwei Stunden niedergelegt. Sie unterstützten damit die Tarifforderung der IG Metall nach 6 Prozent mehr Geld und Arbeitszeiten, die zum Leben passen. „Wir haben erneut zu Warnstreiks aufgerufen, weil die Arbeitgeber sich auch in der jüngsten Verhandlungsrunde so gut wie gar nicht bewegt haben“, sagte IG Metall-Sekretärin Anja Neumann bei einer Kundgebung vor dem Werkstor. „Ihr zeigt mit eurer Beteiligung, dass die Beschäftigten die Forderungen der IG Metall geschlossen unterstützen“, sagte sie. „Falls die Arbeitgeber sich weiterhin unseren berechtigten Forderungen verschließen, wird es nicht bei zweistündigen Warnstreiks bleiben – dann werden wir zu schärferen Maßnahmen greifen“, kündigte Neumann an.

Der Betriebsratsvorsitzende von Continental, Karl-Heinz Wicke, bezeichnete in seiner Rede die Forderungen der IG Metall als angemessen und gerechtfertigt. „Wir haben einen fairen Anteil an den Gewinnen der Unternehmen verdient“, sagte er. Auch die Forderung der Gewerkschaft nach Arbeitszeiten in der Metall- und Elektroindustrie, die zum Leben passen, sei mehr als angemessen. Die IG Metall fordert einen individuellen Anspruch auf Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit für eine Dauer von bis zu 24 Monaten.